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Hindu Nationalism in India
Im einundzwanzigsten Jahrhundert hat sich das politische, religiöse und gesellschaftliche Leben Indiens grundlegend verändert. Der Leitgedanke des Landes war früher eine Mischung aus der kastenfeindlichen Weltanschauung von B.
R. Ambedkar, dem integrativen Hinduismus von Mahatma Gandhi und dem agnostischen Säkularismus von Jawaharlal Nehru. Heute ist diese Verschmelzung der Hindutva gewichen.
Diese heute vorherrschende Version des Hinduismus vereint den militanten Nationalismus von V.
D. Savarkar, den brahmanischen Antiminderheitenismus von M.
S. Golwalkar und die globale Islamophobie des herrschenden Regimes in Indien. Dies erfordert eine tiefgreifende kulturelle Analyse und ein historisches Verständnis, wie es nur der schärfste und am besten informierte Historiker bieten kann.
Seit zwei Jahrzehnten bahnt sich Tanika Sarkar einen Weg durch die Gassen und Nebenstraßen der Hindutva. Sie hat das Schrifttum und die Ikonographie der Organisationen und Institutionen, einschließlich der RSS-Schulen und VHP-Tempel, durchforstet. Sie hat die Büros und Wohnungen von Hindutva-Anhängern besucht und Männer und Frauen interviewt, die fest an ihre Mission der Hinduisierung Indiens glauben.
Und sie hat dieses neue Ferment vor Ort mit ihrem beeindruckenden Archivwissen über die Ursprünge und die Entwicklung der Hindutva über 150 Jahre hinweg kontextualisiert, von Bankimchandra bis zur Babri-Moschee und darüber hinaus. Dieses fesselnde Buch verknüpft den religiösen Hindu-Nationalismus mit der Kulturpolitik des indischen Alltags.