Bewertung:

Das Buch ist ein reichhaltiger Bildband, der das architektonische Erbe der karibischen Inseln anhand von Hunderten von Fotografien und aufschlussreichen Kommentaren zu den Einflüssen, die ihre Entwürfe prägen, dokumentiert.
Vorteile:Wunderschön illustriert mit Schwarzweiß- und Farbfotografien, gründliche Erforschung kultureller und historischer Einflüsse, empfehlenswert als Hardcover-Ausgabe.
Nachteile:In den Rezensionen werden keine besonderen Nachteile erwähnt.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Historic Architecture in the Caribbean Islands
"Für Entdecker, die mehr über die Kultur der Karibik wissen wollen, ist dieses Buch ein nützlicher Führer zu den bedeutenden Bauwerken auf jeder Insel" - Thomas S. Marvel, Architekt, Puerto Rico.
"Ein umfassender Panoramablick auf die Architektur dieser wichtigen geografischen Region"--Efrain E. Perez-Chanis, Architekt und ehemaliger Dekan der School of Architecture der Universität von Puerto Rico.
In diesem reich bebilderten Buch dokumentiert Edward Crain das reiche architektonische Erbe der sechzehn karibischen Inseln. Hunderte von Schwarzweiß- und Farbfotografien, von denen die meisten vom Autor selbst aufgenommen wurden, zeigen detailliert Bauwerke von beeindruckender visueller Attraktivität und bleibendem historischem Wert.
Crain untersucht die physischen, kulturellen und politischen Faktoren, die die Entwicklung des Designs in der Region beeinflusst haben, darunter das Klima, die Geografie, die Kulturen der frühen Bewohner, die koloniale Erforschung, die militärische Kontrolle, die Einwanderung und die Sklaverei. Er stellt fest, dass der koloniale Einfluss die architektonische Entwicklung dominierte und kommt zu dem Schluss, dass die Entwürfe aus den Mutterländern (Spanien, England, Frankreich, Dänemark und die Niederlande) zwar oft elegant oder reizvoll, aber ebenso oft für die Tropen ungeeignet waren.
Das Schoelcher-Museum in Guadeloupe beispielsweise verkörpert die Werte des französischen Klassizismus; die katholische Kirche in Kingston, Jamaika, erinnert an den Stil der byzantinischen Wiedergeburt; das Fox Delicias Theater in Ponce, Puerto Rico, ist ein Beispiel für das Art-déco-Design. Die Stadtplanung in den spanischen Kolonien spiegelt das Diktat des "Law of the Indies" wider, das ein Rastermuster für alle Straßen (auch die durch hügeliges Gelände) und einen zentralen Platz in jeder Stadt vorschrieb. Mit ihren roten Ziegeldächern trägt die Hauptstadt von Curaçao - Willemstad, benannt nach dem niederländischen König Willem - den Spitznamen "Amsterdam in Miniatur".
"Die Architektur war erfolgreich, als die Nostalgie durch Logik ersetzt wurde, als die Anerkennung der tropischen Anforderungen sich in den Gebäuden widerspiegelte", schreibt Crain. Als die Designer erkannten, dass die grundlegende Funktion eines karibischen Gebäudes darin bestand, Schutz vor Regen und Sonne zu bieten, führten sie Elemente wie Veranden, Verschläge, Laubsägearbeiten und Jalousien ein.
Crain folgt der architektonischen Entwicklung von der frühen Besiedlung der Inseln durch die Indianer bis zum Zweiten Weltkrieg und gruppiert die Gebäude nach Typen: große und kleine Wohnhäuser, militärische Einrichtungen, öffentliche und institutionelle Bauten sowie Gotteshäuser.
Edward E. Crain ist als Dozent für Architektur tätig. Nach seiner Pensionierung als Professor für Architektur an der University of Florida diente er als Freiwilliger des US-Friedenskorps in Jamaika, wo er beim Aufbau der Caribbean School of Architecture half. Er ist Mitglied des American Institute of Architects.
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