Hitlers letzte Geiseln: Raubkunst und die Seele des Dritten Reiches

Bewertung:   (4,5 von 5)

Hitlers letzte Geiseln: Raubkunst und die Seele des Dritten Reiches (M. Lane Mary)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch „Hitlers letzte Geiseln“ von Mary M. Lane befasst sich mit der komplexen Geschichte der NS-Raubkunst, wobei der Schwerpunkt auf Hitlers Besessenheit von Kunst, dem von seinem Regime begangenen Diebstahl und den dauerhaften Auswirkungen dieser Aktionen auf das heutige Deutschland liegt. Die Erzählung verknüpft historische Berichte mit den Folgen für die heutige Zeit, wobei insbesondere die Familie Gurlitt und ihre Rolle in der anhaltenden Kontroverse über geraubte Kunst hervorgehoben wird. Trotz des schweren Themas wird das Buch für seine gründliche Recherche und seinen fesselnden Schreibstil gelobt.

Vorteile:

Gut recherchiert, akribisch detailliert und exzellent geschrieben, bietet es überzeugende Einblicke in Hitlers Besessenheit von der Kunst und ihre dunklen Auswirkungen. Das Buch beleuchtet das komplexe Erbe der Beutekunst und die zeitgenössischen moralischen Fragen im Zusammenhang mit der Restitution. Es verwebt wirkungsvoll historische Erzählungen mit modernen Implikationen und ist damit sowohl für Geschichtsinteressierte als auch für Kunstliebhaber informativ.

Nachteile:

Einige Leser empfanden den Fokus auf George Grosz als zu detailliert und ablenkend von der Haupthandlung der Raubkunst. Es gibt auch Probleme mit der Organisation und dem Fluss des Buches, die den Leser verwirren können. Außerdem wird in einigen Kritiken erwähnt, dass die eigene Lektüre des Autors das Erlebnis beeinträchtigt und dass das Buch für Gelegenheitsleser zu technisch sein könnte.

(basierend auf 41 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Hitler's Last Hostages: Looted Art and the Soul of the Third Reich

Inhalt des Buches:

Adolf Hitlers Besessenheit von der Kunst nährte nicht nur seine Vision eines geläuterten Nazi-Staates - sie war der Kern seiner faschistischen Ideologie. Die Nachwirkungen leben bis heute fort.

Der Aufstieg des Nationalsozialismus erfolgte durch brutale Gewalt und kulturelle Tyrannei. Das Weimarer Deutschland war eine Gesellschaft in Aufruhr, und Hitlers Aufstieg wurde nicht nur durch den Einsatz des Militärs, sondern auch durch die Einschränkung des künstlerischen Ausdrucks erreicht. Hitler, der selbst Künstler war, versprach den niedergeschlagenen Bürgern des Nachkriegsdeutschlands ein gereinigtes, von „entarteten“ Einflüssen befreites Reich.

Als Hitler 1933 an die Macht kam, entfernte er die so genannte „entartete“ Kunst aus der deutschen Gesellschaft und förderte Künstler, die er als Verkörperung des „arischen Ideals“ ansah. Künstler, die anspruchsvolle und provokative Werke geschaffen hatten, flohen aus dem Land. Kuratoren und Kunsthändler organisierten ihre Bestände. Tausende großer Kunstwerke verschwanden - und nur ein Bruchteil von ihnen wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wiederentdeckt.

Im Jahr 2013 beschlagnahmte die deutsche Regierung rund 1 300 Werke von Henri Matisse, George Grosz, Claude Monet und anderen Meistern aus der Wohnung von Cornelius Gurlitt, dem zurückgezogen lebenden Sohn eines der wichtigsten Kunsthändler Hitlers. Zwei Jahre lang hielt die Regierung die Entdeckung geheim. In Hitlers letzte Geiseln enthüllt Mary M. Lane das Schicksal dieser Werke und erzählt die endgültige Geschichte der Kunst im Dritten Reich und Deutschlands anhaltenden Kampf, das Unrecht der Vergangenheit wiedergutzumachen.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781610397360
Autor:
Verlag:
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2019
Seitenzahl:336

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