
Resourcing Hope for Ageing and Dying in a Broken World: Wayfaring Through Despair
Jean Amry (Hanns Chaim Mayer) war ein in Österreich geborener Essayist, der in seinen Betrachtungen über das Altern die Kosten aufzeigt, die das fortgeschrittene Alter für den menschlichen Körper, den Geist und die Seele mit sich bringt. Er vertrat die Ansicht, dass die gebrechlichen älteren Menschen zur Ruhe kommen und durch die Verwüstungen des Alterns gezwungen sind, ohne etwas auszukommen.
In ähnlicher Weise haben Wissenschaftler der Palliativmedizin und der medizinischen Forschung (z. B. Linda Ganzini et al., Marianne Dees et al.
und Timothy Quill) festgestellt, dass Menschen, die mit unerbittlichen Prognosen und unheilbaren Diagnosen konfrontiert sind, durch die verheerenden Auswirkungen von Krankheit und Funktionsstörungen ebenfalls gezwungen sind, auf etwas zu verzichten. Das heißt, ob sie nun altern und gebrechlich sind oder sterben, sie finden sich in einer Welt wieder, die sie nicht mehr verstehen und in der sie nicht in der Lage sind, sich mit ihr auseinanderzusetzen.
Dies führt zu Verzweiflung. Diese Verzweiflung führt zu Verhaltensweisen, die den Selbstmord oder andere, oft tragische Folgen vorwegnehmen, die das menschliche Wohlergehen behindern, stark einschränken oder sogar ganz verhindern. Indem die Entstehung von Verzweiflung in gefährdeten Bevölkerungsgruppen, einschließlich gebrechlicher älterer Menschen und unheilbar Kranker, thematisiert und gleichzeitig die mildernden Vorteile religiöser Observanz und damit verbundener erzieherischer Praktiken (Gewohnheiten der Tugend) aufgezeigt werden, wird dieses Projekt zeigen, wie die Theologie sowohl menschliches Gedeihen als auch Hoffnung für diese von Ängsten überfluteten Menschen in unserem spätmodernen Zeitalter mit seinen Anthropologien, die die Menschen anfällig für Verzweiflung machen, hervorbringen kann.
Als Antwort auf dieses Risiko und die Bedrohung durch Verzweiflung wird eine Untersuchung der Gewohnheiten der Charakterbildung und des Gemeinschaftslebens folgen. Solche Gewohnheiten und Praktiken könnten eine Seinsweise hervorbringen, die eine Stärke oder Resilienz, eine Geduld ermöglicht, um sowohl persönliches als auch soziales Unheil zu ertragen, anstatt ihm zu erliegen, während man lernt, homo viator oder der "menschliche Wanderer" für Reisen der Beharrlichkeit zu werden.