
Force Majeure and Hardship Under General Contract Principles
Anwälte, die an internationalen Handelsgeschäften beteiligt sind, wissen sehr gut, dass unvorhergesehene Ereignisse, die die Leistung einer Partei beeinträchtigen, häufig auftreten. Es überrascht daher nicht, dass die Freistellung bei Nichterfüllung in einer Vielzahl von Schiedssprüchen behandelt wird. Dieses sehr nützliche Buch analysiert gründlich die zeitgenössischen Ansätze, die sich insbesondere in der Rechtsprechung zum Umfang und Inhalt der Grundsätze der Freistellung von der Leistungspflicht, die gemeinhin als "höhere Gewalt" und "Härte" bezeichnet werden, niederschlagen. Der Autor zeigt, dass der Ansatz der "allgemeinen Rechtsgrundsätze" diesem Anliegen am besten gerecht wird. Dieser von der Geschäftswelt allgemein akzeptierte und verstandene Ansatz umfasst Grundsätze für internationale Handelsverträge, die aus einer Vielzahl von Rechtssystemen stammen. Die wichtigsten "Neuformulierungen" finden sich im Übereinkommen der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf (CISG) von 1980 und in den UNIDROIT-Grundsätzen für internationale Handelsverträge (UPICC). Durch die Festlegung spezifischer Standards und "Fallgruppen" für die zu prüfenden Ausnahmen werden in der Analyse wiederkehrende Elemente wie die folgenden behandelt: vertragliche Risikoverteilung.
Unvorhersehbarkeit eines Hindernisses.
Hindernisse, die außerhalb des typischen Risiko- und Kontrollbereichs des Schuldners liegen.
Verantwortung für Dritte (Subunternehmer, Lieferanten)
Rechtliche Hindernisse (Akte der öffentlichen Hand) und Wirkung zwingender Vorschriften.
Beteiligung von Staaten oder staatlichen Unternehmen.
Auslegung von Klauseln über höhere Gewalt und Härtefälle.
Prüfung der Härtefallschwelle.
Vereitelung des Zwecks.
Unüberbrückbare Differenzen.
Vergleich mit Ausnahmeregelungen in nationalen Rechtsordnungen (Unmöglichkeit der Leistung, Vereitelung des Vertrags, Undurchführbarkeit) Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der Anwendung allgemeiner Rechtsgrundsätze in der internationalen Handelsschiedsgerichtsbarkeit. Es kann als umfassender Kommentar zu den Bestimmungen über höhere Gewalt und Härtefälle in den UPICC sowie zu Art. 79 des CISG. Darüber hinaus wird dieses Buch als aufschlussreiche Untersuchung der grundlegenden Frage nach den Grenzen des Grundsatzes der Unverletzlichkeit von Verträgen die Aufmerksamkeit von Wirtschaftsjuristen und interessierten Akademikern überall auf sich ziehen.