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Hollis Frampton: Navigating the Infinite Cinema
Hollis Frampton war ein amerikanischer Filmemacher, Fotograf und Theoretiker, der in den 1960er und 1970er Jahren eine Brücke zwischen dem Experimentalfilm und der zeitgenössischen Kunst schlug.
Bekannt für Avantgardefilme wie Zorns Lemma (1970) und (Nostalgia) (1971), arbeitete Frampton in seinen späteren Jahren an dem unvollendeten Epos Magellan, einem monumentalen Zyklus, der die Metapher von Ferdinand Magellans Weltumsegelung nutzte, um das Wesen und die Bedeutung von Geschichte, Moderne und Kino zu überdenken. Framptons Karriere wurde im Alter von 48 Jahren durch eine Krebserkrankung unterbrochen, und seine großen Ambitionen für das Projekt blieben unvollendet.
Dieses Buch ist eine bahnbrechende und umfassende Darstellung des Gesamtwerks dieser bemerkenswerten Persönlichkeit, von Framptons frühesten Filmen bis zu Magellan. Michael Zryd erforscht die Verbindungen, die Framptons Kunst und Denken mit anderen Medienformen, Geschichten und kulturellen Rahmenbedingungen verbinden. Er stellt Framptons Begriff des "unendlichen Kinos" in den Vordergrund, der die Parameter des Mediums neu definiert und alle Formen von Bewegtbild- und Tonmedien quer durch die Vergangenheit und Zukunft der filmischen Möglichkeiten umfasst.
Zryd analysiert Framptons ambivalentes Verhältnis zur Moderne und zur Aufklärung und zeigt, wie der Künstler zwischen der Anziehungskraft radikaler künstlerischer Untersuchungen und dem Bewusstsein für die Verwicklung dieser Tradition in den Kolonialismus und andere unterdrückerische Machtstrukturen navigierte. Dieses Buch wirft ein neues Licht auf Framptons Projekt der Erforschung und Kritik der Art und Weise, wie das Kino versucht, die Welt zu erfassen und zu verstehen, und untersucht seine Bedeutung für die zeitgenössische Kunst.