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Hollywood Divided: The 1950 Screen Directors Guild Meeting and the Impact of the Blacklist
Am 22. Oktober 1950 traf sich die Screen Directors Guild (SDG) zu einer Sitzung im opulenten Beverly Hills Hotel. Unter den Führern der Gruppe befanden sich einige der mächtigsten Männer Hollywoods - John Ford, Cecil B. DeMille, Joseph L. Mankiewicz, John Huston, Frank Capra, William Wyler und Rouben Mamoulian - und das Thema, das auf dem Tisch lag, war nichts Geringeres als die Abstimmung über die Entlassung von Mankiewicz als Präsident der Gilde, nachdem er sich einem antikommunistischen Loyalitätseid widersetzt hatte, der die schwarze Liste hätte erweitern können. Die dramatischen Ereignisse dieses Abends sind zum Mythos geworden, und die Legende hat die komplexeren Realitäten dieses entscheidenden Moments in der Geschichte Hollywoods überschattet.
In Hollywood Divided erforscht Kevin Brianton die Mythen, die sich um das berühmte Treffen ranken, und die wahren Ereignisse, die sie oft verschleiern. Er analysiert die Vorgeschichte dieses schicksalhaften Gipfels und untersucht den Druck, den das House Un-American Activities Committee ausübte. Brianton enthüllt die interne Politik der SDG, ihre anfänglich feindselige Reaktion auf die HUAC-Untersuchungen, die Repressalien der Konservativen und den Einfluss des Eids auf die Gilde und die Filmindustrie insgesamt. Hollywood Divided bewertet auch die Auswirkungen der historischen Berichterstattung über das Treffen auf den Ruf der drei Hauptakteure in diesem Drama.
Briantons Studie ist eine provokante und aufschlussreiche Revision der Geschichte des SDG-Treffens von 1950 und seiner nachhaltigen Auswirkungen auf die Filmindustrie sowie auf die Karrieren der Beteiligten. Hollywood Divided beleuchtet, wie die Vorliebe der Presse und der Öffentlichkeit für die "aufregende Geschichte" Erfindungen und ungenaue Darstellungen eines Wendepunkts für die Filmindustrie aufrechterhalten haben.