Bewertung:

Das Buch „Hollywood's Eve“ von Lili Anolik gilt als ein fesselndes Porträt von Eve Babitz, das ihr Leben vor dem Hintergrund des Los Angeles der 60er und 70er Jahre beleuchtet. In Anoliks Werk werden Themen wie Feminismus, Hedonismus und die Kulturlandschaft dieser Zeit miteinander verwoben, wobei die Reaktionen der Leser auf das Buch sehr unterschiedlich ausfallen.
Vorteile:Die Leser lobten das Buch für seine künstlerische Qualität, seinen fesselnden Schreibstil und seine Fähigkeit, Eve Babitz als eine komplexe kulturelle Ikone darzustellen. Vielen gefiel die reichhaltige Darstellung von Los Angeles und sie fanden die Geschichten fesselnd und informativ. In mehreren Rezensionen wurde das Buch als gute Einführung in Babitz für diejenigen bezeichnet, die mit ihrem Werk nicht vertraut sind.
Nachteile:Die Kritiker wiesen auf Probleme mit dem Schreibstil hin und bezeichneten ihn als gelegentlich verwirrend, übermäßig geschwätzig und ohne Tiefgang. Einige meinten, die Autorin habe sich zu sehr in die Erzählung eingemischt und das Buch biete keine ausreichend kritische Auseinandersetzung mit Babitz' Leben. Einige meinten, das Buch verpasse die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Thema zu befassen, und sei stattdessen eine Sammlung von Anekdoten.
(basierend auf 45 Leserbewertungen)
Hollywood's Eve: Eve Babitz and the Secret History of L.A.
Los Angeles war in den 1960er und 70er Jahren die Hauptstadt der Popkultur - eine Filmfabrik, eine Musikfabrik, eine Traumfabrik. Eve Babitz war das ultimative Fabrikmädchen, ein reines Produkt von LA, und Vanity Fair-Autorin "Lili Anolik entschlüsselt, bricht und intensiviert letztlich Eves einzigartigen unwiderstehlichen Glanz" (The New Yorker).
Eve Babitz, die Patentochter von Igor Strawinsky und Absolventin der Hollywood High, posierte 1963, im Alter von zwanzig Jahren, beim Schachspiel mit dem französischen Künstler Marcel Duchamp. Sie war nackt.
Er war es nicht. Das Foto machte sie sofort zu einer Ikone der Kunst und des Sex. Den Rest des Jahrzehnts verbrachte Babitz damit, auf dem Sunset Strip zu rocken und zu rollen und ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Sie entwarf Plattencover für Buffalo Springfield und die Byrds, um nur einige zu nennen. Und da waren die Männer, die sie verführte: Jim Morrison, Ed Ruscha, Harrison Ford, um nur ein paar zu nennen.
Dann, mit fast dreißig, ihre Tage als It-Girl waren gezählt, wurde Babitz von Joan Didion als Schriftstellerin entdeckt. Es folgten sieben Bücher, die meist als Romane oder Kurzgeschichtensammlungen bezeichnet wurden, immer aber Autobiografien und Beichtgeschichten waren. Während ihrer Karriere unterbekannt und wenig gelesen, hat sie nun ihren Durchbruch erlebt. Jetzt, mit Mitte siebzig, steht sie an der Schwelle zum literarischen Ruhm und zur Anerkennung als unverzichtbare Schriftstellerin - als die unverzichtbare Schriftstellerin - in Los Angeles. Ihre Prosa entspricht dem amerikanischen Ideal: Kunst, die locker bleibt, die ihre Gelassenheit bewahrt und die so einfach unterhaltsam ist, dass man sie mit einfacher Unterhaltung verwechseln könnte.
Für Babitz verlief das Leben in ruhigen Tagen und in schneller Gesellschaft, bis ein verrücktes Feuer sie zur Einsiedlerin machte, die in einer Eigentumswohnung in West Hollywood lebte, wo die Autorin Lili Anolik sie 2012 aufspürte. Hollywood's Eve, Biografie und Detektivgeschichte zu gleichen Teilen, "erweckt eine lächerlich glamouröse Szene wieder zum Leben und wirft dabei ein paar Schatten voraus" (Vogue) und "macht Lust darauf, das Werk von Eve Babitz zu lesen" (The New York Times).