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Reframing Holocaust Testimony
Institutionen, die Videozeugnisse von den wenigen verbliebenen Holocaust-Überlebenden gesammelt haben, ringen damit, wie sie ihren Bildungs- und Gedenkauftrag fortsetzen können.
Noah Shenker macht auf die Art und Weise aufmerksam, wie audiovisuelle Zeugnisse des Holocaust durch die institutionelle Geschichte und Praxis der jeweiligen Archive vermittelt wurden. Shenker argumentiert, dass Zeugnisse nicht nur durch die Begegnung zwischen Interviewer und Interviewtem, sondern auch durch technische Praktiken und den Zeugnisprozess geprägt werden.
Er analysiert die Art und Weise, in der Interviewfragen, das Framing der Kamera sowie kuratorische und programmatische Präferenzen Einfluss darauf haben, wie Holocaust-Zeugnisse geformt, verbreitet und rezipiert werden.