Bewertung:

Homeboy, ein Roman von Seth Morgan, bietet eine düstere und einzigartige Erkundung der drogen- und kriminalitätsbelasteten Schattenseite von San Franciscos Stadtteilen North Beach und Tenderloin. Die Geschichte folgt Joe Speaker, einem Stripshow-Barker, der ungewollt in einen brutalen Mord und das Gefängnissystem hineingezogen wird. In dichter, anschaulicher Prosa, die an literarische Größen erinnert, zeichnet das Buch ein lebendiges Porträt von Sucht, Verbrechen und Überleben. Die Leser empfanden es als eine Mischung aus Brillanz und Wortgewandtheit, die trotz gemischter Kritiken über Tempo und Vorhersehbarkeit einen bleibenden Eindruck hinterließ.
Vorteile:⬤ Einzigartiger und unvergesslicher Erzählstil.
⬤ Lebendige Beschreibungen, die den Leser in die düstere Realität von Drogenkonsum und Kriminalität versetzen.
⬤ Starke Charakterentwicklung und eine intime Darstellung einer marginalisierten Welt.
⬤ Fesselnde Handlung mit unerwarteten Wendungen, die den Leser in den Bann zieht.
⬤ Ein literarisches Werk, das konventionelle Normen in Frage stellt und für seine Tiefe und Authentizität geschätzt wird.
⬤ Der Schreibstil ist manchmal übermäßig langatmig und erdrückend.
⬤ Das Tempo verlangsamt sich in der zweiten Hälfte des Buches erheblich, was zu Vorhersehbarkeit führt.
⬤ Einige Leser fanden den Inhalt düster und kompromisslos, was für diejenigen, die mit Krimis nicht vertraut sind, abschreckend wirken kann.
⬤ Einige wenige Kritiker bemängelten bestimmte Handlungsauflösungen als formelhaft oder unterentwickelt.
(basierend auf 33 Leserbewertungen)
(Seth Morgans rasanter, süchtig machender Spaziergang auf der wilden Seite des San Francisco der 1980er Jahre)
Als der Stripteasetänzer Joe Speaker unwissentlich einen neunundsechzigkarätigen blauen Diamanten stiehlt, wird er in eine Erpressungs- und Mordverschwörung verwickelt, die mit der grausamen Ermordung des hochpreisigen Callgirls Gloria Monday beginnt. Plötzlich ist Joe ein gesuchter Mann. Gejagt von einem mörderischen Zuhälter namens Baby Jewels Moses und einem unerbittlichen Polizisten der Mordkommission namens Tarzon, muss Joe schließlich den Kopf hinhalten und wird zu drei Jahren Haft verurteilt. Aber erst im Gefängnis beginnen die wirklichen Probleme.
Homeboy ist ein adrenalingeladener, halluzinogener Abstieg in die Tiefen der Gesellschaft und ein harter, augenöffnender Blick auf San Francisco zur Zeit der AIDS-Epidemie. Dieser düstere, ungestüme Roman, der sich wie reine Poesie liest, ist teils Memoiren, teils ein reichhaltiges Werk der Fantasie und zeugt von einem außergewöhnlichen Talent auf dem Höhepunkt seiner Erzählkunst.