
Homoeroticism and Chivalry: Discourses of Male Same-Sex Desire in the 14th Century
Zeikowitz untersucht sowohl bejahende als auch verunglimpfende Diskurse über männliches gleichgeschlechtliches Begehren in verschiedenen ritterlichen Texten des vierzehnten Jahrhunderts und beschreibt die soziopolitischen Kräfte, die diese Diskurse motivieren. Er versucht, traditionelle heteronormative Sichtweisen zu entthronen, indem er die Aufmerksamkeit auf kulturell normatives "queeres" Begehren lenkt.
Zeikowitz artikuliert mögliche homoerotische Zuschauerinteraktionen zwischen männlichen Lesern und imaginierten oder tatsächlichen Musterrittern, dramatisierte Darstellungen gleichgeschlechtlicher Verbindungen und sich gegenseitig stimulierende - oder konkurrierende - Kräfte homosozialen und heterosexuellen Begehrens in ritterlichen Texten wie Charnys Buch der Ritterlichkeit, Sir Gawain and the Green Knight und Troilus and Criseyde. Er untersucht auch, wie intime männliche Bindungen in den Chroniken von Edward II.
und Richard II. zu sodomitisch inspirierten, gefährlichen Bindungen gemacht werden.