Bewertung:

Das Buch befasst sich mit der komplexen Beziehung zwischen wissenschaftlicher Forschung und Moral im Zusammenhang mit Homosexualität und zeigt die konservativen christlichen Perspektiven der Autoren auf, während es sich mit dem Missbrauch wissenschaftlicher Daten in kirchlichen Debatten befasst. Insgesamt bietet das Buch überzeugende Argumente, obwohl es auch für seine vermeintliche Voreingenommenheit und den Mangel an ausgewogenen Standpunkten kritisiert wird.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert, aufschlussreich und bietet eine umfassende Diskussion über Homosexualität, die sich mit falschen Vorstellungen und dem Missbrauch wissenschaftlicher Forschung befasst. Die Leser schätzen die aufschlussreiche Analyse, die Klarheit und die Glaubwürdigkeit der Autoren als Psychologen. Es bietet eine strukturierte Herangehensweise an seine Themen und befasst sich mit herausfordernden Fragen über die Beziehung zwischen Wissenschaft und Religion.
Nachteile:Manche halten das Buch für schwierig zu lesen und zu verstehen. Kritiker argumentieren, dass es eine voreingenommene, auf konservative christliche Überzeugungen ausgerichtete Perspektive präsentiert und alternative Standpunkte, insbesondere aus katholischer und liberal-protestantischer Sicht, außer Acht lässt. Außerdem wird dem Buch vorgeworfen, dass es selektiv wissenschaftliche Beweise zur Untermauerung seiner Behauptungen heranzieht und gegenteilige Forschungen vernachlässigt, was zu einem Mangel an Ausgewogenheit führt.
(basierend auf 14 Leserbewertungen)
Homosexuality: The Use of Scientific Research in the Church's Moral Debate
Wie weit ist Homosexualität verbreitet? Wodurch wird sie verursacht? Handelt es sich um eine Psychopathologie? Kann sie geändert werden? Fragen wie diese begleiten häufig Diskussionen über homosexuelles Verhalten. Um Antworten zu finden, schauen wir natürlich auf wissenschaftliche Studien.
Aber was zeigt die wissenschaftliche Forschung eigentlich? Und was noch wichtiger ist: Welchen Platz sollte diese Forschung bei der Gestaltung der kirchlichen Reaktion einnehmen? Stanton Jones und Mark Yarhouse helfen uns, uns diesen Fragen offen und ehrlich zu stellen. In vier zentralen Kapiteln untersuchen sie, wie die wissenschaftliche Forschung in kirchlichen Debatten eingesetzt wurde - insbesondere im methodistischen, presbyterianischen und episkopalen Kontext. Anschließend geben sie einen Überblick über die neuesten und besten wissenschaftlichen Untersuchungen und sortieren aus, was diese tatsächlich zeigen.
Anschließend helfen sie uns, die Relevanz der Forschung für die Moraldebatte innerhalb der Kirche zu interpretieren. In einem abschließenden Kapitel legen sie ein überzeugendes Plädoyer für eine traditionelle christliche Sexualethik dar.
Kirchliche Gruppen, die sich mit diesen komplexen Themen beschäftigen, finden am Ende jedes Kapitels hilfreiche Diskussionsfragen. Dieses Buch ist eine unverzichtbare Lektüre für alle, die an der kirchlichen Debatte über homosexuelles Verhalten beteiligt sind.