Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende und fesselnde Untersuchung der gesellschaftlichen Einstellungen und des historischen Kontextes rund um Sex und Sexualität. Der Autor, Knowles, präsentiert das Material in einer zugänglichen Art und Weise, die komplexe Themen für ein breites Publikum zugänglich macht und gleichzeitig persönliche Erfahrungen und Humor einbezieht.
Vorteile:Gut recherchiert, zugänglicher Ton, humorvoll, fesselnd erzählt, persönliche Anekdoten integriert, deckt ein breites historisches Spektrum ab, frei von Fachjargon, interessant sowohl für Akademiker als auch für allgemeine Leser.
Nachteile:Einige Leser könnten die umfangreiche historische Abdeckung überwältigend finden oder eine prägnantere Behandlung bevorzugen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
How Sex Got Screwed Up: The Ghosts that Haunt Our Sexual Pleasure - Book One: From the Stone Age to the Enlightenment
Die Geister, die unser sexuelles Vergnügen heimsuchen, wurden in der Steinzeit geboren. Die Stämme nutzten Tabus in Bezug auf Sex und Geschlecht, um sich voneinander abzugrenzen. Diese Tabus sickerten in das Leben der Männer und Frauen der Bronze- und Eisenzeit ein, die in Stadtstaaten und Imperien lebten. Für die frühen Christen wurde jedes sexuelle Spiel zur Sünde erklärt, mit Schuldgefühlen belegt und hart bestraft. Mit der Erfindung der Sünde kam die Konstruktion der Frau als dem Mann untergeordnetes Wesen.
Trotz der Geburt der Romantik im späten Mittelalter führten die Kirchen der Renaissance Inquisitionen durch, um Sexsünder, die sie als Ketzer betrachteten, aufzuspüren und zu vernichten. Das Zeitalter der Vernunft brachte das Ende dieser Inquisitionen mit sich. Aber es waren Ärzte, die die Rolle von Priestern und Geistlichen übernahmen, als Sex durch Diskurse über Verbrechen, Entartung und Krankheit definiert wurde.
Mitte des 20. Jahrhunderts wurden diese medizinischen und religiösen Lehren zum ersten Mal in Frage gestellt, als Aktivisten wie Alfred Kinsey und Margaret Sanger versuchten, der sexuellen Freiheit in der Gesellschaft einen Platz zu verschaffen. Der starke Widerstand gegen ihre Überzeugungen und die zunehmende Ausbeutung von Sex durch die Medien am Ende des Jahrhunderts sollten jedoch letztlich die sexuelle Ambivalenz des 21.
Band I dieser zweiteiligen Publikation zeichnet die Geschichte des Sexes von der Steinzeit bis zur Aufklärung nach. Durchsetzt mit "persönlichen Begebenheiten" aus seinem eigenen Leben und dem Leben von Freunden und Verwandten zeigt Knowles, wie historische Diskurse über Sex uns auch heute noch verfolgen. Dieses Buch ist ein spannendes Buch in einfacher und klarer Sprache darüber, wie Sex über Jahrtausende hinweg vermurkst wurde. Für Knowles können wir, wenn wir die Geschichte des Sex kennen, darüber hinwegkommen.