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Pretty/Funny: Women Comedians and Body Politics
Frauen in der Komödie wurden traditionell entweder als "hübsch" oder als "lustig" eingestuft.
Attraktive Schauspielerinnen mit gutem komödiantischen Timing wie Katherine Hepburn, Lucille Ball und Julia Roberts bekamen schon immer Hauptrollen als Heldinnen romantischer Komödien und Fernsehsitcoms. Aber weniger Frauen, die ihre eigenen Komödien schreiben und aufführen, sind zu Stars geworden, und meistens waren sie erfolgreich, weil sie bereit waren, lustig auszusehen, von Fanny Brice und Phyllis Diller bis zu Lily Tomlin und Carol Burnett.
In dieser Geschichte von "hübsch" und "witzig" sind die Autorinnen und Komikerinnen - unabhängig von ihrem Aussehen - auf der anderen Seite von "hübsch" gelandet, was sie in die Lage versetzt, es zum Thema und zur Zielscheibe des Witzes zu machen, zum Ideal, das als witzig entlarvt wird. Pretty/Funny konzentriert sich auf Kathy Griffin, Tina Fey, Sarah Silverman, Margaret Cho, Wanda Sykes und Ellen DeGeneres, die bahnbrechenden Komikerinnen, die sich über die Dynamik von "hübsch" und "witzig" hinwegsetzen, indem sie Glamour, postfeministische Mädchenhaftigkeit, die A-Liste Hollywoods und weibliche Weiße mit ihrem Witz und ihrer beißenden Satire aufs Korn nehmen. Linda Mizejewski zeigt, dass diese Comics, auch wenn sie sich nicht alle als Feministinnen bezeichnen oder politisch korrekte Positionen vertreten, mit ihrer Arbeit über Geschlecht, Sexualität und Ethnie eine politische Wirkung haben.
Pretty/Funny ist die erste große Studie über Frauen und Humor seit zwanzig Jahren und liefert ein überzeugendes Argument dafür, dass die Frauenkomödie zu einem erstklassigen Ort geworden ist, an dem der Feminismus im 21. Jahrhundert zu Wort kommt, sich zu Wort meldet und angefochten wird.