
Hybridity in Peacebuilding and Development: A Critical and Reflexive Approach
Das Konzept der Hybridität verdeutlicht komplexe Prozesse der Interaktion und des Wandels zwischen verschiedenen institutionellen und sozialen Formen und normativen Systemen. Es wurde in vielfältiger Weise verwendet, um wichtige analytische und methodologische Einsichten in die Friedensförderung und Entwicklung zu gewinnen. Seine jüngste Anwendung in den Sozialwissenschaften hat aber auch heftige Kritik hervorgerufen, die seine Grenzen aufzeigt und seine weitere Verwendung in Frage stellt.
In diesem Buch wird untersucht, ob der Wert des Konzepts der Hybridität weiterhin genutzt werden kann und wie seine Unzulänglichkeiten gemildert oder überwunden werden können. Dies geschieht auf interdisziplinäre Art und Weise, da Hybridität in den letzten zehn Jahren in verschiedenen Disziplinen und Bereichen des praktischen Engagements als Maßstab verwendet wurde - einschließlich Friedensförderung, Staatsbildung, Justizreform, Sicherheit, Entwicklungsstudien, Anthropologie und Wirtschaft. Dieses Buch regt einen Dialog über den Nutzen und die Kritik an der Hybridität aus verschiedenen Perspektiven und Blickwinkeln an, darunter tiefgehende ethnografische Arbeiten, Theorie auf hohem Niveau und angewandte politische Arbeit. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass das Konzept der Hybridität nach wie vor von großem Wert ist, argumentieren jedoch, dass dieser Wert nur dann realisiert werden kann, wenn man sich mit dem Konzept in einer reflexiven und kritischen Weise auseinandersetzt.
Dieses Buch wurde ursprünglich als Sonderausgabe der Online-Zeitschrift Third World Thematics veröffentlicht.