Bewertung:

In den Rezensionen zu Alistair Hornes „Hubris“ werden einerseits der Erzählstil des Autors und seine Einblicke in die Militärgeschichte gewürdigt, andererseits aber auch Kritik an der Tiefe der Analyse und bestimmten Charakterisierungen geäußert. Das Buch untersucht Beispiele für militärische Übertreibungen im 20. Jahrhundert und stützt sich dabei auf verschiedene Fallstudien, um seine These zu untermauern. Während viele den Schreibstil fesselnd und das Thema bedeutsam finden, weisen einige Rezensionen auf Mängel in der Ausführung und das Auslassen wichtiger Ereignisse hin.
Vorteile:⬤ Gut geschriebene und fesselnde Erzählung
⬤ fesselnde Fallstudien, die zum Nachdenken über militärische Hybris anregen
⬤ zugänglich für Leser, die neu in der Militärgeschichte sind
⬤ wichtige Einblicke in weniger bekannte Schlachten
⬤ klare Struktur und Lesbarkeit
⬤ präsentiert eine relevante und interessante These zur Übertreibung im Krieg.
⬤ Einige Rezensionen kritisieren die Tiefe der Analyse und geben an, dass die angeführten Beispiele die These nicht vollständig stützen
⬤ bestimmte Charakterisierungen historischer Figuren, insbesondere MacArthur, werden als fehlerhaft angesehen
⬤ das Buch wird von einigen als weniger originell und nicht auf dem Niveau von Hornes früheren Werken empfunden
⬤ einige wünschen sich eine breitere Erforschung des Themas, die auch neuere Konflikte einschließt.
(basierend auf 97 Leserbewertungen)
Hubris: The Tragedy of War in the Twentieth Century
"ÄUSSERST PROVOKATIV UND LESENSWERT."THE WALL STREET JOURNAL
Sir Alistair Horne ist seit mehr als fünfzig Jahren ein aufmerksamer Beobachter von Krieg und Geschichte. In diesem klugen und meisterhaften Werk lässt er sechs Schlachten des vergangenen Jahrhunderts Revue passieren und untersucht die Strategien, die Führung, die Vorbereitung und die geopolitischen Ziele von Angreifern und Verteidigern, um die eine Eigenschaft zu enthüllen, die sie alle verbindet: Hybris.
In der griechischen Tragödie ist Hybris der übermäßige menschliche Stolz, der die Götter herausfordert und schließlich zur völligen Zerstörung des Täters führt. Von der Schlacht von Tsushima 1905 im Russisch-Japanischen Krieg über Hitlers Versuch, Moskau 1941 einzunehmen, bis hin zu MacArthurs katastrophalem Vormarsch in Korea und dem Untergang der Franzosen bei Dien Bien Phu zeigt Horne, wie jede dieser Schlachten aufgrund von übermäßiger Hybris auf der einen oder anderen Seite gewonnen oder verloren wurde. In einer mitreißenden Erzählung, die er mit der für ihn typischen Gelehrsamkeit und dem ihm eigenen Witz verfasst, liefert Horne eine akribisch detaillierte Analyse der von den gegnerischen Armeen in jeder Schlacht angewandten Bodenmanöver. Er erforscht auch die strategische und psychologische Denkweise der beteiligten militärischen Führer, um aufzuzeigen, wie verheerende Kombinationen aus menschlichem Ehrgeiz und Arroganz zu Überheblichkeit führten. Seine Erkenntnisse verdeutlichen die Gefahr der Hybris in der Kriegsführung und sind für zivile und militärische Führungskräfte, die sich in der komplexen globalen Landschaft von heute zurechtfinden müssen, von großer Bedeutung.
Eine dramatische, farbenfrohe, stilvoll geschriebene Geschichte, Hubris ist eine dringend benötigte Reflexion über den Krieg von einem Meister seines Fachs.