Bewertung:

Das Buch bietet eine gründliche Untersuchung der Wiederaufbauzeit im Süden und stellt eine gut recherchierte Erzählung dar, die den traditionellen Mythos der „verlorenen Sache“ über diese Ära widerlegt. Es beleuchtet die systembedingte Gewalt und Unterdrückung, mit der die neu befreiten Afroamerikaner konfrontiert waren, und unterstreicht ihre mutigen Bemühungen um Gleichberechtigung. Durch seine gründliche wissenschaftliche Arbeit stellt der Autor Zeugenaussagen und Beispiele zusammen, die die harte Realität des Amerikas nach dem Bürgerkrieg veranschaulichen und die Kontinuität der Rassenungerechtigkeit hervorheben.
Vorteile:Gut recherchiert und gründlich, bietet es eine entscheidende Perspektive auf die Zeit des Wiederaufbaus, widerlegt die Darstellung der „verlorenen Sache“, enthält zahlreiche konkrete Beispiele von Gewalt und Unterdrückung, hebt die Widerstandsfähigkeit und die Kämpfe der Afroamerikaner hervor, ist zugängliches und aufschlussreiches Lehrmaterial zum Verständnis historischer Wahrheiten.
Nachteile:Einige Rezensenten sind der Meinung, dass das Buch die Rolle der Demokratischen Partei in dieser Zeit nicht angemessen behandelt und sich stattdessen auf „rechtsgerichtete Weiße“ als Täter konzentriert, was komplexe historische Erzählungen zu sehr vereinfachen könnte. Einige Leser bemängelten, dass die Mitschuld des Nordens an den dargestellten Problemen nicht anerkannt wird.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
I Saw Death Coming: A History of Terror and Survival in the War Against Reconstruction
Kraftvoll und tief bewegend" - Los Angeles Times * Shortlisted for the Museum of African American History's Stone Book Award
Die Geschichte der Reconstruction wird oft aus der Perspektive der Menschen erzählt, die in der Zeit der Reconstruction in den Südstaaten lebten, und was das kostete.
Die Geschichte der Reconstruction wird oft aus der Perspektive der Politiker, Generäle und Journalisten erzählt, deren Berichte im kollektiven Gedächtnis einen überragenden Platz einnehmen. Doch für die Afroamerikaner im Süden, die nach 1865 aus der Knechtschaft in die Freiheit entlassen wurden, sah diese entscheidende Zeit ganz anders aus. Sie wurden von einer Kampagne weißer, rassistischer Gewalt bedrängt, die bis in die 1880er Jahre und darüber hinaus andauerte. Viel zu lange wurden ihre Lebenserfahrungen ausgeklammert, was unser Verständnis für die Hindernisse, mit denen schwarze Familien nach dem Bürgerkrieg konfrontiert waren, für ihren inspirierenden Überlebenswillen und für die körperlichen und seelischen Narben, die sie dadurch davontrugen, beeinträchtigt hat.
In I Saw Death Coming bietet Kidada E. Williams einen bahnbrechenden Bericht über die viel diskutierte Zeit des Wiederaufbaus, der den Leser in den Alltag ehemals versklavter Menschen versetzt, die sich ein neues, hoffnungsvolles Leben aufbauten. Auf der Grundlage übersehener Quellen und kühner neuer Lesarten der Archive bietet Williams eine aufschlussreiche und in einigen Fällen minutengenaue Aufzeichnung der nächtlichen Razzien und der Streiks des Ku-Klux-Klan. Und sie setzt modernste Traumaforschung ein, um zu erörtern, wie die Auswirkungen dieser Angriffe noch jahrzehntelang - ja sogar über Generationen hinweg - nachwirken würden.
Für Leser von Carol Anderson, Tiya Miles und Clint Smith ist I Saw Death Coming ein unauslöschliches und unverzichtbares Buch, das einige der drängendsten Fragen unserer Zeit anspricht.