
Idealism After Existentialism: Encounters in Philosophy of Religion
Vor einem Jahrhundert war die vorherrschende philosophische Anschauung nicht eine Form des Materialismus oder Naturalismus, sondern der Idealismus. Diese Art, über die Wirklichkeit zu denken, fiel jedoch in der angloamerikanischen analytischen Tradition sowie in den kontinentalen Schulen des zwanzigsten Jahrhunderts in Ungnade.
Ziel dieses Buches ist es, die Begegnung zwischen dem Idealismus und der zeitgenössischen Philosophie neu zu beleuchten und zu bewerten. Die idealistische Seite wird durch die großen Gestalten der nachkantischen Tradition des 19. Jahrhunderts in Deutschland vertreten, von Fichte und Schelling bis Hegel, gefolgt von den überragenden Hegelianern in Großbritannien, angeführt von T. H. Green, F. H. Bradley und Bernard Bosanquet. Ihre Gegner aus dem 20. Jahrhundert sind die säkularen Existenzialisten, insbesondere das berühmte französische Trio Sartre, Beauvoir und Camus, die in der Nachfolge Nietzsches über den Tod Gottes philosophieren wollten. Und der Schauplatz der Begegnung wird die Religionsphilosophie sein - genauer gesagt, Fragen im Zusammenhang mit dem Wesen und der Existenz Gottes, dem Tod und dem Sinn des Lebens sowie dem Problem des Bösen. Das Buch argumentiert, dass die existenzialistische Kritik des Idealismus einen innovativen sowie kritischeren und abenteuerlicheren Ansatz ermöglicht, der in der heutigen Religionsphilosophie dringend benötigt wird.
Idealism after Existentialism wird für Wissenschaftler und fortgeschrittene Studenten interessant sein, die sich mit der Geschichte der Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts und der Religionsphilosophie beschäftigen.