
Ideas and Economic Crises in Britain from Attlee to Blair (1945-2005)
Zwischen 1945 und 2005 kam es in Großbritannien zu zwei tief greifenden institutionellen Veränderungen, als die politischen Eliten die vorherrschende Meinung darüber, wie die Wirtschaft zu regieren sei, erfolgreich in Frage stellten. Attlee und Thatcher waren in der Lage, die meisten ihrer politischen Programme wirksam umzusetzen.
In diesem Zeitraum boten sich auch zwei Gelegenheiten, die bestehenden institutionellen Regelungen in Frage zu stellen. Heaths „Kehrtwende“ im Jahr 1972 war ein Zeichen dafür, dass es ihm nicht gelungen war, die bei der Wahl 1970 versprochene radikale Agenda umzusetzen, während Tony Blairs New Labour ebenfalls nicht in der Lage war, einen grundlegenden Bruch mit der „Thatcher'schen“ Regelung herbeizuführen.
Anstatt einfach nur die Geschichte der britischen Wirtschaftspolitik seit dem Zweiten Weltkrieg nachzuerzählen, bietet dieses Buch eine theoretisch fundierte Version der Ereignisse, die sich auf die Literatur über institutionelle Pfadabhängigkeit, wirtschaftlichen Konstruktivismus und politische Ökonomie stützt, um dieses Rätsel zu erklären. Es wird sowohl für Forscher als auch für Postgraduierte von großem Interesse sein, die sich für die britische Wirtschaftsgeschichte und die Bereiche der politischen Ökonomie und der Wirtschaftskrise im Allgemeinen interessieren.