
Identification Practices in Twentieth-Century Fiction
Die Aufgabe, den Menschen zu identifizieren, hat zu einer Reihe von technischen Innovationen geführt, darunter die Analyse von Fingerabdrücken und die Erstellung von DNA-Profilen. Außerdem wurde eine Reihe von Methoden zur Speicherung und Klassifizierung der Identität von Personen entwickelt, z.
B. Personalausweise und digitale Aufzeichnungen. Identification Practices and Twentieth-Century Fiction testet die Hypothese, dass diese Techniken und Methoden, wie sie im Vereinigten Königreich und in den USA im langen 20.
Jahrhundert praktiziert wurden, mit der literarischen Darstellung der Selbstidentität aus demselben Zeitraum zusammenhängen. Bislang wurde die Frage, "wer man ist", im Sinne einer formalen Identifizierung, von der Frage, "wer man ist", im Sinne der Darstellung einer einzigartigen Individualität, losgelöst.
Diese beiden Fragen in einen Dialog zu stellen, ermöglicht eine Neubewertung der verschiedenen Arten, wie Einzigartigkeit im Laufe der Zeit konstruiert wurde, und eine Neubewertung des historischen und literaturgeschichtlichen Kontextes dieser Konstruktion. In Kapiteln, die sich mit der Entwicklung des Fingerabdrucks, der Einführung von Personalausweisen während des Zweiten Weltkriegs, der Erstellung von DNA-Profilen und der zeitgenössischen digitalen Überwachung befassen, sowie einer Analyse von Werken von Autoren wie Joseph Conrad, Graham Greene, Elizabeth Bowen, J.
G. Ballard, Don DeLillo und Jennifer Egan leistet Identification Practices and Twentieth-Century Fiction einen originellen Beitrag zu den Disziplinen der englischen Literatur, Geschichte und Kulturwissenschaften.