
Shaping Identity in Medieval French Literature: The Other Within
Diese Sammlung befasst sich mit der Vielfalt und Instabilität der mittelalterlichen französischen literarischen Identität und vertritt die These, dass diese fließend ist und auf vielfältige Weise dargestellt wird. Die analysierten Werke umfassen Gattungen - Epik, Romantik, Lyrik, Hagiographie, Fabliaux - und historische Epochen vom zwölften Jahrhundert bis zum Spätmittelalter.
Die Autoren untersuchen die Komplexität des Selbstkonzepts durch eine Vielzahl von Aspekten, von Randfiguren über Geschlecht bis hin zu Fragen der Stimme und der Namensgebung. Anhand einer Vielzahl von Texten - darunter Conte du Graal, Roman de la Rose, Huon de Bordeaux und der Oxforder Roland - konzeptualisieren sie den Anderen im Inneren als ein Individuum, das gleichzeitig innerhalb einer Gruppe existiert und ihr fremd bleibt. Sie erforschen die komplexen Wechselwirkungen zwischen Individuen und Gruppen und zeigen, wie Identität nicht nur von Figuren, sondern auch von Autoren und Publikum auferlegt oder selbst auferlegt werden kann.
Zusammengenommen heben diese Aufsätze die Fluidität und Komplexität von Identität in mittelalterlichen französischen Texten hervor und unterstreichen sowohl den Reichtum der Literatur als auch ihre Auseinandersetzung mit Fragen, die zugleich mehr und weniger modern sind, als sie auf den ersten Blick erscheinen. Mitwirkende: Adrian P. Tudor - Kristin L.
Burr - William Burgwinkle - Jane Gilbert - Francis Gingras - Sara I. James - Douglas Kelly - Mary Jane Schenck - James R. Simpson - Jane H.
M. Taylor.