Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 4 Stimmen.
Ike's Letters to a Friend, 1941-1958
„Swede Hazlett war einer der Menschen, denen ich mich 'öffnete'“ - Dwight D. Eisenhower.
Dwight D. Eisenhower und E. E. („Swede“) Hazlett wuchsen gemeinsam in Abilene, Kansas, auf und standen sich von 1941 bis zu Hazletts Tod im Jahr 1958 regelmäßig nahe. Die in diesem Band versammelten Briefe, von denen viele überraschend aufschlussreich sind, enthalten Eisenhowers Ansichten zu einem breiten Spektrum diplomatischer, militärischer und politischer Themen. Zusammengenommen bilden sie eine bemerkenswerte innere Geschichte von Eisenhowers öffentlicher Karriere.
Robert Griffiths einleitender Essay ist eine meisterhafte Darstellung der Beziehung zwischen Eisenhower und Hazlett und der Einblicke, die die Korrespondenz der beiden für das Verständnis der Eisenhower-Jahre bietet. Griffiths umfangreiche Kopfnoten liefern zusätzliche Details und Kontext, wo dies notwendig ist, und geben der Korrespondenz einen Sinn für erzählerische Kontinuität.
Der Eisenhower, der aus diesen Seiten hervorgeht, hat wenig Ähnlichkeit mit der stümperhaften Karikatur, die von Journalisten in den 1950er Jahren geschaffen wurde. Aber er passt auch nicht in die Rolle, die ihm heute von so vielen Menschen zugewiesen wird, seien es liberale Kritiker des Kalten Krieges, konservative Gegner der demokratischen Finanzpolitik oder Mitarbeiter des Weißen Hauses, die versuchen, Ronald Reagan zu „eisenhowerisieren“. Er ist vielmehr eine komplexe und mehrdimensionale historische Figur, die wir auf ihre Weise studieren müssen, wenn wir unsere jüngste Vergangenheit vollständig verstehen wollen.