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Iconoclasm
Mit den neuen Aktivitäten religiöser, politischer und militärischer Extremisten hat die Zerstörung von Bildern auf globaler Ebene an Bedeutung gewonnen.
David Freedberg, einer der Begründer der Erforschung des frühneuzeitlichen und zeitgenössischen Bildersturms, beschäftigt sich seit fünf Jahrzehnten mit diesem Thema. Seine Arbeit hat diesem Thema einen zentralen Platz in der Kunstgeschichte verschafft, der nicht nur für das Verständnis der Kunst, sondern aller Bilder in der Gesellschaft entscheidend ist.
Dieser Band versammelt die wichtigsten Texte Freedbergs zu Ikonoklasmus und Zensur und bringt fünf Schlüsselwerke wieder in den Druck, zusammen mit neuen Einschätzungen des zeitgenössischen Ikonoklasmus in Ländern vom Nahen und Mittleren Osten bis zu den Vereinigten Staaten, sowie einen neuen Überblick über das gesamte Thema. Die Schriften in diesem kompakten Band erforschen die Dynamik und die Geschichte des Ikonoklasmus, von den wütenden Kämpfen um Bilder in der Reformation bis hin zu staatlichen Repressionen im modernen Südafrika, den amerikanischen Kulturkriegen der frühen 1990er Jahre und der heutigen Stempelkultur. Freedberg verbindet frisches Denken mit fundiertem Fachwissen, um die erneute Bedeutung des Bildersturms, seiner Ideologien und seiner Auswirkungen zu erörtern.
Dieser Band stellt auch eine Ergänzung zu Freedbergs Aufsatz über Götzendienst und Bildersturm aus seinem bahnbrechenden Buch Die Macht der Bilder dar. Freedbergs Schriften sind von grundlegender Bedeutung für diese Diskussion, und dieser Band wird eine willkommene Quelle für Historiker, Museumsfachleute, Völkerrechtsexperten, Denkmalpfleger und Studenten sein.