Bewertung:

In den Rezensionen werden gegensätzliche Meinungen über das Buch geäußert, wobei ein Rezensent seine Frustration über die allzu intellektualisierten Aufsätze zum Ausdruck bringt, die sich mit komplexen sozialen Fragen im Zusammenhang mit der Typografie befassen, während der andere die Zusammenstellung und Tiefe der Sammlung als außergewöhnlich lobt.
Vorteile:Die Sammlung ist gut kuratiert, umfassend und verbindet die verschiedenen Aufsätze geschickt durch Mini-Essays als Brücken. Sie deckt ein breites Spektrum von Themen ab, die mit der Typografie in Zusammenhang stehen, darunter so bemerkenswerte Themen wie die King James Bible und Werke von Poe und Whitman.
Nachteile:In einer Rezension wird kritisiert, dass die Sammlung zu intellektuell sei und es ihr an konstruktiven Einsichten fehle, insbesondere bei den politischen Analysen im Zusammenhang mit der Typografie. Der Rezensent war der Meinung, dass die erste Hälfte des Buches unzugänglich und frustrierend sei, was dazu führe, dass man sich nicht auf den Rest des Inhalts einlassen könne.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Illuminating Letters: Typography and Literary Interpretation
Was lesen wir, wenn wir einen Text lesen? Die Worte des Autors, natürlich, aber ist das alles? Die vorherrschende Verlagsethik hat darauf bestanden, dass die Typografie - die Auswahl und Anordnung der Schrift und anderer visueller Elemente auf einer Seite - ein unsichtbarer, stiller und unterwürfiger Diener des Textes sein sollte, den sie vermittelt.
Dieses Buch stellt diese konventionelle Sichtweise in Frage. Anhand von Texten, die von der King James Bible bis zu zeitgenössischen Comics reichen, untersuchen die Autoren von Illuminating Letters die selten beachteten, aber sehr aufschlussreichen Beziehungen zwischen der Typografie eines Textes und seiner literarischen Interpretation. Die Aufsätze setzen keine typografischen Vorkenntnisse voraus, sondern laden Leser, die sich in erster Linie mit literarischen und kulturellen Bedeutungen befassen, dazu ein, einen neugierigen Blick auf die visuellen und physischen Formen eines bestimmten Textes oder Genres zu werfen. Wie die Autoren zeigen, kann eine genauere Betrachtung dieser Formen neue Einsichten in die Bedeutung der materiellen Darstellung eines Textes liefern und den Leser dazu bringen, besser zu verstehen, wie die Darstellung das Verständnis für die Bedeutungen und Werte des Textes prägt.
Die in dem Band enthaltenen Fallstudien vertiefen die beiden übergreifenden Themen: Die eine Gruppe untersucht die Rolle von Druckern und Verlegern bei der - gewollten oder ungewollten - Manipulation der Bedeutung und Rezeption von Texten durch typografische Entscheidungen; die andere Gruppe untersucht die Bemühungen von Autoren, eine solche Vermittlung zu umgehen oder zu unterlaufen, indem sie die typografische Präsentation ihrer Texte direkt kontrollieren. Gemeinsam zeigen diese Aufsätze, dass Entscheidungen über die Auswahl und Anordnung von Schrift tatsächlich dazu beitragen, die Bedeutung von Texten zu inszenieren.
Neben den Herausgebern haben unter anderem Sarah A. Kelen, Beth McCoy, Steven R. Price, Leon Jackson und Gene Kannenberg Jr.