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In the Eye of the Storm: Volunteers and Australia's Response to the Hiv/AIDS Crisis
Die Menschen, die sich während der HIV/AIDS-Krise in den 1980er und frühen 1990er Jahren ehrenamtlich engagierten, zeigten Mitgefühl und Unterstützung für stark stigmatisierte Menschen. Diese Freiwilligen kümmerten sich um Kranke und Sterbende zu Hause, betreuten Spritzentauschbörsen und Telefon-Helplines, erstellten Aufklärungsmaterial, waren in Vorständen tätig und boten Freundschaft und praktische Unterstützung - neben vielen anderen Aufgaben.
Sie halfen den vom Virus Betroffenen, sich in einem medizinischen System zurechtzufinden, das in den vorangegangenen Jahrzehnten offen feindselig gegenüber den marginalisierten Gemeinschaften der Homosexuellen, Drogenkonsumenten und Sexarbeiter gewesen war. Die Freiwilligentätigkeit hinterließ dabei unauslöschliche Spuren im Leben und in der Lebensperspektive der Freiwilligen. In diesem Buch wird zum ersten Mal die entscheidende Rolle der Männer und Frauen, die sich in der Zeit der Katastrophe freiwillig gemeldet haben, anhand individueller Lebensgeschichten untersucht.
Trotz ihrer entscheidenden Rolle wurden sie bisher nicht ausreichend gewürdigt. Anhand ihrer Geschichten, die von den Autoren aus mündlichen Erzählungen stammen, wird deutlich, wie die Menschen an der Front eine verheerende Epidemie überstanden haben und welche langfristigen Auswirkungen diese düsteren Jahre mit Krankheit, Tod und Verlust hatten.