Bewertung:

In ihrem Buch „In My Father's House“ schildert Allred ihre Erfahrungen mit dem Aufwachsen in einer polygamen Familie und gibt einen Einblick in die Komplexität ihrer Erziehung und den emotionalen Tribut der Mehrehe. Das Buch zeichnet sich durch einen lyrischen Schreibstil aus und enthält eine Mischung aus positiven Familienerfahrungen und tiefgründigen persönlichen Überlegungen zu Glaube und Identität inmitten familiärer Herausforderungen.
Vorteile:Der Schreibstil ist lyrisch und poetisch und bietet eine reichhaltige Erzählung. Die Memoiren bieten eine einzigartige Insider-Perspektive auf die Polygamie, indem sie die Freuden von Großfamilien und den Weg von der Kindheit zum Erwachsenenalter aufzeigen. Im Vergleich zu anderen Erzählungen von Polygamisten bietet sie einen faszinierenden Blickwinkel und stellt eine Verbindung zum breiteren kulturellen Kontext der damaligen Zeit her.
Nachteile:Einige Aspekte der Erzählung werden als nicht authentisch empfunden, insbesondere was die Darstellung des Vaters und der Erfahrungen der Autorin betrifft. Die Autorin selbst gab später an, dass die Memoiren ihre heutigen Überzeugungen nicht vollständig widerspiegeln. Darüber hinaus sind Themen der Unterdrückung präsent, mit einer unterschwelligen Komplexität in der Akzeptanz ihrer Vergangenheit durch die Autorin.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
In My Father's House: A Memoir of Polygamy
Vor „Big Love“ und „Eldorado“ wurde die Polygamie in bahnbrechenden Memoiren erforscht, nicht mit Empörung, sondern mit Ehrlichkeit und Anmut. Im Jahr 1984, als polygame Gruppen kaum etwas anderes kannten als die Angst und den Schmerz der Geheimhaltung und des Versteckens, ging Dorothy Allred Solomon, das achtundzwanzigste von achtundvierzig Kindern, mit der Geschichte ihrer Familie an die Öffentlichkeit.
Als Nachfahrin von fünf Generationen der mormonischen Polygamie schildert Solomon den Eifer und die Hingabe, mit der die Allreds „das Prinzip leben“ wollten. Sie schildert anschaulich die Verfolgung und die Armut, die sie als Kind erlebte, die freudige Ehrfurcht vor der allzu seltenen Anwesenheit des Vaters und den ständigen Hunger nach Autonomie.
Sie konfrontiert sich mit dem Paradoxon eines Glaubens, der geliebte Menschen für die Ewigkeit als Familie zusammenschweißt, sie aber im Hier und Jetzt zu Geächteten macht, und zeichnet die Ereignisse nach, die 1977 in der Ermordung ihres Vaters gipfelten, einer Tragödie, die ganz Utah erschütterte. Jetzt, mehr als ein Vierteljahrhundert später, greift Solomon ihre Geschichte in einem neuen Vor- und Nachwort und im Lichte der jüngsten Ereignisse wieder auf, die weiterhin die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und unser nationales Ringen um Verständnis und Fairness in den Mittelpunkt stellen.