Bewertung:

Das Buch bietet eine fesselnde Erkundung der Grenzdurchsetzung im 18. Jahrhundert unter Peter dem Großen und stellt eine Verbindung zwischen der historischen Politik und den heutigen Problemen der illegalen Einwanderung und Grenzkontrolle her.
Vorteile:Das Buch ist faszinierend und relevant für Studenten und politische Entscheidungsträger, da es Einblicke in historische Grenzdurchsetzungspraktiken bietet, die sich mit den aktuellen Herausforderungen der Einwanderung decken. Es behandelt Innovationen wie Identitätsregistrierung, staatliche Reisedokumente und die Durchsetzung von Grenzen.
Nachteile:Für diejenigen, die nach praktischen, modernen Lösungen suchen, ist das Buch vielleicht nicht so interessant, da es sich eher auf den historischen Kontext als auf direkte Anwendungen für die heutige Grenzpolitik konzentriert.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Imperial Boundaries: Cossack Communities and Empire-Building in the Age of Peter the Great
Imperial Boundaries ist eine Studie über die kaiserliche Expansion und den lokalen Wandel an der russischen Donsteppengrenze zur Zeit Peters des Großen.
Brian Boeck verbindet die Rivalität zwischen dem russischen und dem osmanischen Reich im nördlichen Schwarzmeerraum mit der Sozialgeschichte der Donkosaken, die sich von einer offenen, demokratischen, multiethnischen, männlichen Bruderschaft, die sich dem Raubzug an der Grenze widmete, in eine geschlossene, ethnische Gemeinschaft verwandelten, die sich der Verteidigung und dem Ausbau der Grenzen des russischen Staates widmete. Er zeigt, wie Peter I.
durch die Förderung von Grenzpatrouillen, Migrationskontrolle, bürokratischer Regulierung grenzüberschreitender Kontakte und Deportation von Dissidenten die Welt der alten Steppe zerstörte und an ihrer Stelle eine neue kaiserliche Kosakenordnung schuf. Bei der Untersuchung dieses Wandels befasst sich Imperial Boundaries mit zentralen historischen Fragen der imperialen Expansion, der Delegitimierung nicht-staatlicher Gewalt, der Konstruktion von Grenzen und der Überschreitung der Grenzen staatlicher Autorität im Leben der lokalen Gemeinschaften.