Bewertung:

In „In Certain Circles“ erkundet Elizabeth Harrower die australische Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg anhand der miteinander verflochtenen Leben zweier Familien: der privilegierten Familie Howard und der verarmten Quayle-Waisen. Während sich Themen wie Liebe, Klasse und die emotionalen Narben der Kindheit entfalten, navigiert die Erzählung durch die Komplexität von Beziehungen und sozialem Status, mit Charakteren, die sowohl scharf als auch nuanciert sind. Das Buch erhält jedoch gemischte Kritiken: Einige loben die psychologische Tiefe und den wortgewandten Schreibstil, andere kritisieren das Tempo, die oberflächliche Charakterentwicklung und das Fehlen einer überzeugenden Handlung.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben mit eleganter Prosa
⬤ psychologisch tiefgründig und charakterorientiert
⬤ bietet scharfe Einblicke in die soziale Klasse und menschliche Beziehungen
⬤ einige Charaktere sind mit komplexer Sensibilität dargestellt
⬤ fesselnde Erzählung, die sich interessant entwickelt.
⬤ Einige Charaktere wirken eindimensional
⬤ das Tempo kann langsam sein
⬤ bestimmte Handlungselemente wirken künstlich
⬤ ein Mangel an emotionaler Bindung zu den Hauptfiguren
⬤ unterschiedliche Erfahrungen mit dem Schreibfluss.
(basierend auf 28 Leserbewertungen)
In Certain Circles
"Wunderbar traurig und witzig... die beste Aufspießung des Lebens zwischen den Geschlechtern seit Mary McCarthys The Group" -- Boston Globe ('Best Books of 2015')
"Wachsam, witzig, unillusioniert, jubelnd... Es gibt einen Hauch von Elegie in Harrowers Werk, selbst wenn das Adrenalin fließt, und einen Lyrismus, der an F. Scott Fitzgerald in seinen verzweifelten besten Momenten erinnert." -- Times Literary Supplement.
"Wie ein Schatz aus einer ausgegrabenen Zeitkapsel" -- The Wall Street Journal.
"Ich kann diesen brillanten, strengen Autor nicht nachdrücklich genug empfehlen... Harrower ist witzig, elegant und verheerend."--James Wood, The New Yorker.
"Subtil und doch verletzend, und sehr lebendig" - The Guardian.
"Harrower beschwört die Verschwendung und Vergeblichkeit einer dekadenten Klasse mit dem Biss und der Schärfe von F. Scott Fitzgerald herauf"--Eimear McBride, New Statesman.
"Harrower kann einem das Herz durchbohren"--Michael Dirda, The Washington Post.
Zoe Howard ist siebzehn, als ihr Bruder Russell sie mit Stephen Quayle bekannt macht. Stephen ist unnahbar und barsch, anders als alle anderen, die sie je kennengelernt hat. Seine Schwester, Anna, ist schüchtern und nachdenklich. Zoe und Russell, Stephen und Anna: Sie kommen aus unterschiedlichen sozialen Milieus, aber die vier werden ihr Leben damit verbringen, sich in den Schatten des anderen zu stellen und aus ihm herauszutreten. Inmitten der üppigen Gärten und großen Steinhäuser am Hafen von Sydney ist In Certain Circles ein intensives psychologisches Drama über Familie und Liebe, Tyrannei und Freiheit.
Elizabeth Harrower hat in ihrer kurzen, aber brillanten Karriere nur vier Romane veröffentlicht. Dieser fünfte Roman wurde 1971 fertiggestellt, aber in letzter Minute von der Veröffentlichung zurückgezogen. Das Manuskript schlummerte vierzig Jahre lang in den Archiven der National Library of Australia, bevor Michael Heyward von Text Publishing es lesen durfte. Er wusste sofort, dass es veröffentlicht werden musste. In Certain Circles wurde international gelobt, und seine Veröffentlichung fällt mit einem massiven Wiederaufleben des Interesses an Harrowers Werk zusammen.