Bewertung:

Das Buch erzählt die fesselnde Geschichte einer Gruppe privilegierter junger Männer aus den 1970er Jahren, die ihr wohlhabendes Leben hinter sich lassen, um eine Kommune im australischen Regenwald zu gründen und den Idealismus und die Kämpfe ihrer Generation vor dem Hintergrund des Vietnamkriegs zu bewältigen. Die Erzählung ist zwar voller einnehmender Charaktere und nostalgischer Momente, führt aber letztlich zu einem tragischen Ende, das die Gesamtstimmung beeinträchtigt.
Vorteile:Der Schreibstil ist anregend und gut recherchiert und fängt die Essenz des jugendlichen Idealismus und der turbulenten 1970er Jahre ein. Die Erzählung ist fesselnd, mit glaubwürdigen Charakteren und bietet einen aufschlussreichen Einblick in die sozialen Kämpfe der damaligen Zeit. Die Leserinnen und Leser schätzen die Nostalgie, die emotionale Tiefe und die reichhaltige Erzählweise des Buches.
Nachteile:Einige Leser waren der Meinung, dass die Autorin zu respektvoll und vorsichtig mit den Schwächen und der Komplexität der Protagonisten umging, was dazu führte, dass die Gelegenheit für eine tiefere Kritik verpasst wurde. Einige fanden die Thematik interessant, hätten sich aber eine ungefilterte Darstellung der Figuren und ihrer Entscheidungen gewünscht.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
While in Darkness There Is Light: Idealism and Tragedy on an Australian Commune
WHILE IN DARKNESS THERE IS LIGHT ist eine Geschichte über erstaunlich wohlhabende junge Männer auf der Suche nach einem moralischen Kompass in einer Welt, die verrückt geworden zu sein scheint, und zeigt Jon Krackauer in seiner besten Form.
Bryant schildert die Ereignisse, die 1974 zum Verschwinden und zur Hinrichtung von Charlie Dean, dem Bruder des Vorsitzenden des Demokratischen Nationalkomitees, Howard Dean, führten. Obwohl mehrere Artikel über die Bergung von Charlies sterblichen Überresten im Jahr 2004 veröffentlicht wurden, wurde in keinem davon eingehend untersucht, was Charlie in Südostasien tat, als er von den kommunistischen Pathet Lao gefangen genommen wurde.
Der Ehemann der Autorin, Harry Reynolds, kannte Charlie und Howard aus dem Internat und verbrachte sechs Monate mit Charlie in Australien, kurz bevor er nach Laos ging. Charlie und Harry besuchten drei amerikanische Freunde, die während der Vietnam-Ära nach Australien gingen und dort eine Agrarkommune namens Rosebud Farm gründeten. Die jungen Männer stammten alle aus privilegierten Familien und sahen der Zukunft optimistisch entgegen, bis der Krieg sie desillusionierte.
Charlies Tod markiert die ganze Tragödie dieser Desillusionierung. Die Recherchen und der Text beruhen auf Tagebüchern, Briefen und Interviews mit den Rosebud-Farmern und mit Familienmitgliedern von Dean.