
In the crowded future
In der überfüllten Zukunft ist willkommene Gesellschaft in unsicheren Zeiten. Aus ihnen erklingt eine Stimme, die eines Freundes und Reisenden, der dem Leser das Ohr leiht. Es sind Gedichte für Nichtdichter und Dichter gleichermaßen, die einen Blick in die überfüllte Zukunft werfen.
Gurland ist ein Schüler von Seamus Heaney und sein Einfluss zeigt sich. Die Gedichte in In der überfüllten Zukunft bestechen durch ihre kurzen Formen und ihren vertrauten, oft gesprächigen Ton. Sie überraschen häufig, sind ironisch humorvoll und lassen den Leser mit mehr zurück, als er erwartet hat. Man hat sie auch als trügerisch einfach beschrieben. Die Gedichte klingen nach und offenbaren das Außergewöhnliche, das unter der Oberfläche des scheinbar Gewöhnlichen lauert.
David Daniels, ehemaliger Herausgeber von Ploughshares, schreibt: "Als ich diese Gedichte zum ersten Mal las, musste ich fast laut lachen, wie gut sie waren - wahr und brillant und natürlich und ehrlich. Und wie sehr sie auch hätten schiefgehen können - was sie aber nicht taten. Immer wieder hatte ich dieselbe Reaktion, als mir klar wurde, dass Greer zu einer ganz besonderen Leistung gefunden hat. Ich glaube, dass diese Sammlung ein breites und dankbares Publikum erreichen wird, und ich fühle mich geehrt, mich zu den Dankbaren zu zählen und Zeuge des Beginns einer bedeutenden Karriere gewesen zu sein."
Gurland erwarb 1991 am Harvard College ihren Abschluss in englischer und amerikanischer Literatur und Sprache. Lucie Brock-Broido wählte sie aus, um den Preis der Academy of American Poets für das Harvard College zu erhalten. Gurland besuchte die Harvard Law School und schloss 1994 ab. Danach verbrachte sie einige Zeit damit, eine Familie zu gründen und sich schließlich für Kinder mit besonderen Bedürfnissen einzusetzen. Auf dieser Reise entdeckte sie, dass das Schreiben ein unverzichtbares Werkzeug ist, um den kleinen Momenten, die unser Leben prägen, einen Sinn zu geben und unsere Menschlichkeit besonders in Zeiten der Unsicherheit festzuhalten.
Michael Blumenthal, ehemaliger Leiter der Abteilung für kreatives Schreiben in Harvard, schreibt: "Die stille Weisheit in diesen Gedichten, ihre Gelassenheit in turbulenten Zeiten, kann uns helfen, zu der Friedlichkeit zurückzukehren, die wir alle suchen und die so oft schwer zu erreichen ist.".
Im Jahr 2017 gewann Gurland das Baumeister-Stipendium für kreatives Schreiben an der Fairleigh Dickinson University, wo sie 2020 ihren MFA in Poesie erwarb. Bei Finishing Line Press erschien 2018 ihre Debütsammlung It Just So Happens... Poems to Read Aloud. Der Band erhielt nationale Anerkennung, darunter den Human Relations Indie Book Award Director's Choice Award 2018 Life Experiences Book of the Year. In the crowded future ist Gurlands zweiter Gedichtband.
Gurlands Themen lassen vermuten, dass sie eine Humanistin im wahrsten Sinne des Wortes ist. Bei der Lektüre ihrer Werke fühlt man sich menschlicher, zumindest aber mit der Dichterin verbunden, und zwar auf eine Art und Weise, die sich intim, ehrlich und letztlich wichtig anfühlt. Die überfüllte Zukunft scheint durch diese Gedichte heller zu werden.
Die verlorenen menschlichen Verbindungen in diesen Tagen verlangen nach Gedichten, die das Wesen der Menschlichkeit vermitteln. Diese Gedichte sind wie Parabeln, die einen Blick in die Zukunft werfen, wenn die Gesellschaft für immer verändert wieder auftaucht.