Bewertung:

Kicking In“ von Richard Wirick ist eine kraftvolle und ergreifende Sammlung von Kurzgeschichten, die sich mit der amerikanischen Erfahrung auseinandersetzen und Themen wie Nostalgie, Schönheit und Drogenhandel behandeln. Die Geschichten werden für ihre reichhaltige und ausdrucksstarke Sprache sowie für ihre emotionale Tiefe hoch gelobt.
Vorteile:⬤ Die Geschichten sind wunderschön geschrieben, mit einer atemberaubenden Sprache
⬤ sie rufen tiefe emotionale Reaktionen hervor
⬤ sie erforschen tiefgreifende Themen im Zusammenhang mit der amerikanischen Erfahrung und der Drogenwelt
⬤ und sie bieten eine einzigartige Perspektive durch miteinander verbundene Erzählungen.
Für manche Leser könnte die ausschließliche Konzentration auf die drogenbedingten Themen zu einem oberflächlichen Verständnis der Geschichten führen; nicht jeder Leser kann sich mit den halluzinatorischen Aspekten identifizieren, was die Gesamtwürdigung der Sammlung beeinträchtigen könnte.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Kicking In: Stories
In Richard Wiricks brillanter neuer Sammlung ineinandergreifender Geschichten trifft die narkotische Euphorie auf die Anforderungen des täglichen Lebens. Ob es sich nun um einen mit Valium benebelten Anwalt handelt, der einen Autolackierer vertritt, der einen Kunden in seinem Ofen gekocht hat, oder um das Abdriften eines Golfkriegspflegers in und aus Morphinträumen während einer Medevac-Operation aus der Luft - Wiricks Geschichten sind reich an sozialen Kontexten, in denen die Gefolgsleute der Sedierung auftauchen, aufblühen und dann oft gewaltsam explodieren oder verschwinden.
Mit einer Finesse, die den Leser erst belebt und dann erschreckt, manövriert Wirick zwischen Erzählungen von schillernden Halluzinationen und ekstatischen Stimmungsbildern. Aber Kicking In ist nicht einfach ein weiteres Drogenbuch.
Wirick beleuchtet die Art und Weise, wie vermeintlich demokratische Regierungen Depressiva und Stimulanzien einsetzen, um ausgewählte Bevölkerungsgruppen an den Rand zu drängen und zu entmündigen - ein Schlag ins Gesicht für die Vorstellung, dass der Drogenkrieg von den Randgruppen der Gesellschaft ausgeht. Das Ergebnis ist eine meisterhafte Sammlung - eine anschauliche, erschreckende und doch verblüffend prosaische Betrachtung der unterschiedlichen Erfahrungen von Drogenkonsumenten mit dem, was Coleridge „die Milch des Paradieses“ nannte.