Bewertung:

Das Buch „Indian School Days“ von Basil Johnston bietet eine nuancierte Darstellung des Lebens in indianischen Internaten in Kanada. Es beleuchtet sowohl die Kämpfe der Schüler als auch die Ausbildung, die sie erhielten, vor dem Hintergrund eines schmerzhaften Kapitels der Geschichte. Die Erzählung ist zwar ernst, aber mit Humor und persönlichen Anekdoten durchsetzt, was sie zu einer fesselnden Lektüre macht.
Vorteile:⬤ Bietet eine ausgewogene Perspektive auf das Leben in indianischen Internaten und stellt sowohl die Bildungserfahrungen als auch das persönliche Wachstum gegenüber.
⬤ Fesselnder und humorvoller Schreibstil, der die Aufmerksamkeit der Leser fesselt.
⬤ Aufschlussreiche Überlegungen zu Kultur, Identität und den Auswirkungen der Internatserziehung.
⬤ Dient als wichtiger historischer Bericht und ist daher für Bildungszwecke geeignet.
⬤ Emotionale Tiefe, die bei Lesern, die eine persönliche Verbindung zur Geschichte haben, ankommt.
⬤ Einige Leser könnten die Darstellung der Erziehung in solchen Schulen als zu leicht empfinden, verglichen mit den schwerwiegenderen Realitäten des Missbrauchs, die in anderen Berichten dokumentiert sind.
⬤ Der Humor mag angesichts der Schwere des Themas nicht bei allen Lesern auf Gegenliebe stoßen.
⬤ Die gegensätzlichen Ansichten über die Internatserziehung könnten denjenigen nicht gefallen, die sich ausschließlich auf die negativen Aspekte konzentrieren.
(basierend auf 15 Leserbewertungen)
Indian School Days
Dieses Buch ist die humorvolle, bittersüße Autobiografie eines kanadischen Ojibwa, der im Alter von zehn Jahren seiner Familie entrissen und in ein Jesuiteninternat im Norden Ontarios gebracht wurde. Es war 1939, als der gefürchtete Indianeragent Basil Johnstons Familie besuchte und ihn und seine vierjährige Schwester in die von Priestern geleitete St.
Peter Claver's School in einer Gemeinde namens Spanish, 75 Meilen von Sudbury entfernt, brachte. "Spanisch! Das Wort war ein Synonym für Internat, Zuchthaus, Besserungsanstalt, Verbannung, Kerker, Peitschenhiebe, Tritte, Ohrfeigen, alles in einem", erinnert sich Johnston. Aber trotz der schmerzhaften Einsamkeit, der Entbehrungen, des Kulturschocks und der betäubenden Routine ist seine Geschichte einnehmend und mitfühlend.
Johnston entwirft wunderbare Porträts der jungen Indianer, die sich nur mühsam an die fremden Sitten und die gedanken- und gefühllose Disziplin gewöhnen konnten. Sogar die jesuitischen Lehrer, deren Humor gelegentlich ihre strenge Haltung durchbrach, werden mit einem Verständnis geschildert, das aus der Rückschau stammt.