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Indian Blood: HIV and Colonial Trauma in San Francisco's Two-Spirit Community
Finalist für den Lambda Literary Lammy Award 2017 in LGBTQ Studies.
Indian Blood ist das erste Buch, das den Zusammenhang zwischen gemischtrassiger Identität und HIV/AIDS unter schwulen und transsexuellen Ureinwohnern Amerikas untersucht. Es bietet eine Analyse der aufkommenden und oft umstrittenen LGBTQ-Zwei-Geister-Identifikation in Bezug auf die öffentliche Gesundheit und gemischtrassige Identität.
Vor dem Kontakt mit europäischen Siedlern schätzten die meisten indianischen Stämme ihre Zwei-Geister-Mitglieder hoch ein und betrachteten sie sogar als spirituell fortgeschritten. Nach dem Kontakt - und der religiösen Bekehrung - änderten sich jedoch die Einstellungen, und die sozialen und kulturellen Unterstützungsnetze wurden unterbrochen. Diese Diskriminierung führte zu einem Zusammenbruch traditioneller Werte, Überzeugungen und Praktiken, was wiederum viele Two-Spirit-Mitglieder zu risikoreichen Verhaltensweisen veranlasste. Das Ergebnis ist eine unverhältnismäßig hohe Zahl von Two-Spirit-Mitgliedern, die derzeit positiv auf HIV getestet werden.
Anhand von Umfragen, Fokusgruppen und Diskussionen in der Gemeinschaft werden die Erfahrungen von HIV-positiven Mitgliedern der Two-Spirit-Gemeinschaft in San Francisco untersucht. Indian Blood bietet einen innovativen Ansatz, um zu verstehen, wie sich die Kolonisierung weiterhin auf die indianischen Gemeinschaften auswirkt, und eröffnet eine Reihe wichtiger Dialoge in den Bereichen Native American Studies, Public Health, Queer Studies und kritische Mixed-Race Studies.