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Indigenous Dispossession: Housing and Maya Indebtedness in Mexico
Infolge des jüngsten weltweiten Wohnungsbooms wurde der Bau von Reihenhäusern in Mexiko zu einer Milliarden-Dollar-Industrie. Auf nationaler Ebene hat die neoliberale Wohnungspolitik die Debatten über die Landreform überholt.
Für die indigene Bevölkerung ist der Zugang zu erschwinglichem Wohnraum nach wie vor von entscheidender Bedeutung für die Linderung der Armut. Doch während Palapas, traditionelle Stroh- und Holzhäuser, auf der Halbinsel Yucatn durch Reihenhäuser ersetzt werden, verändert sich auch die Beziehung der indigenen Völker zu Land, Urbanismus und Finanzen und offenbart ein Erbe von Schulden und Enteignung. Indigenous Dispossession untersucht, wie Maya-Familien mit den Auswirkungen der neoliberalen Wohnungspolitik zurechtkommen.
M. Bianet Castellanos schildert die Erfahrungen von Maya-Migranten mit Wohnraum und Hypothekenfinanzierung in Cancn, einer der am schnellsten wachsenden Städte Mexikos.
Ihr Kampf um Wohneigentum offenbart die kolonialen und siedlungskolonialen Strukturen, die der Wirtschaft, der baulichen Umwelt und der Rassenordnung der Stadt zugrunde liegen. Doch auch wenn die Maya mit räuberischen Kreditvergabepraktiken und Zwangsversteigerungen zu kämpfen haben, kultivieren sie Strategien des Widerstands - vom "Abwarten" des Staates bis hin zur Forderung indigener Rechte in den städtischen Zentren.
Wie Castellanos argumentiert, schmieden Maya-Migranten durch diese Manöver eine neue Vision des indigenen Urbanismus.