
Indigenous Christianity in Madagascar; The Power to Heal in Community
Madagaskar ist ein armes Land mit sehr wenig Macht auf der Weltbühne. Als ehemalige französische Kolonie wurde der Reichtum Madagaskars oft als etwas angesehen, das anderen mit mehr Macht zur Verfügung steht, um es nach Belieben zu nutzen. Dieser Trend setzt sich auch heute noch fort. Während die einzigartige Flora und Fauna und die potenziellen Bodenschätze internationale Geschäfts-, Regierungs- und Naturschutzinteressen wecken, wird dem Leben der madagassischen Bevölkerung zumeist wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
In diesem Kontext der Machtlosigkeit bietet eine einheimische christliche Bewegung Menschen mit psychischen Erkrankungen Hilfe und Heilung an. Die Bewegung, die außerhalb des Landes kaum bekannt ist, bietet seit über einem Jahrhundert vielen Ausgestoßenen der Gesellschaft Betreuung und Gemeinschaft. Die Wirkung der Arbeit der Bewegung ist so groß, dass die nationalen Gesundheitsbehörden von der Bewegung abhängig sind, wenn es um psychiatrische Dienste geht, die außerhalb der Lager der Bewegung schmerzlich vermisst werden.
In diesem Band werden die Strategien der Bewegung für die Fürsorge in der Gemeinschaft untersucht, wobei der Schwerpunkt auf dem Verständnis und dem Gebrauch von Macht unter den Machtlosen liegt. Das Buch enthält eine Diskussion über den Gebrauch und Missbrauch von Macht durch koloniale, missionarische, kirchliche, nationale und internationale Kräfte, analysiert die Beziehungen zwischen den Mächtigen und den Machtlosen, stellt theologische Fragen über Macht und die Jesus-Bewegung weltweit und lädt zu Gesprächen über die potenzielle Macht des Aufbaus von Gemeinschaften der Fürsorge für Menschen mit psychischen Erkrankungen in anderen Kontexten weltweit ein, um auf Heilung, Gerechtigkeit und Gesundheit hinzuarbeiten.