
Indigenous Women's Theatre in Canada: A Mechanism of Decolonization
Obwohl die Produktivität und Popularität indigener Dramatiker in Kanada in letzter Zeit zugenommen hat, wurde die meiste kritische und akademische Aufmerksamkeit dem Werk männlicher Dramatiker gewidmet, während weibliche Autoren am Rande blieben. In ihrem Buch Indigenous Women's Theatre in Canada (Theater indigener Frauen in Kanada) widmet sich Sarah MacKenzie dieser kritischen Lücke, indem sie sich auf Theaterstücke indigener Frauen konzentriert, die in den soziokulturellen Milieus des zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhunderts in Kanada geschrieben und produziert wurden.
MacKenzie analysiert dramatische Texte von Monique Mojica, Marie Clements und Yvette Nolan und untersucht die Darstellungen geschlechtsspezifischer kolonialer Gewalt, um festzustellen, auf welch unterschiedliche Weise diese Darstellungen von indigenen Frauen subversiv und informativ eingesetzt werden. Diese Stücke bieten einen Weg für individuelle und potenzielle kulturelle Heilung, indem sie einen Teil der schädlichen ideologischen Arbeit dekonstruieren, die durch koloniale Fehldarstellungen von Indigenität geleistet wird, und die Stärke und Beharrlichkeit indigener Frauen demonstrieren, indem sie einen Raum bieten, in dem dekoloniale Zukunftsvisionen entwickelt werden können.
In diesem einzigartigen Werk legt MacKenzie dar, dass kolonialistische Fehldarstellungen indigener Frauen dazu gedient haben, erniedrigende Stereotypen aufrechtzuerhalten und die Abwertung und Gewalt gegen indigene Frauen zu rechtfertigen. Vor allem aber argumentiert sie, dass widerständige Darstellungen im dramatischen Schreiben und in der Produktion indigener Frauen in direktem Gegensatz zu dieser dargestellten und offensichtlichen Gewalt stehen.