Bewertung:

Das Buch ist eine Sammlung von Interviews mit dem gefeierten Regisseur Ingmar Bergman, die tiefe Einblicke in sein Leben, sein künstlerisches Schaffen und die Entwicklung seiner Filme gewährt. Es ist besonders wertvoll für engagierte Fans und Pädagogen, die Bergmans komplexe filmische Vision und seinen Einfluss auf die Gesellschaft verstehen wollen.
Vorteile:⬤ Unschätzbare Einblicke in Bergmans künstlerisches Schaffen und seine persönliche Entwicklung
⬤ gut chronologisch geordnet
⬤ reichhaltige Diskussionen für Filmliebhaber und Pädagogen
⬤ verbessert das Verständnis von Bergmans Filmen und ihrer emotionalen Tiefe
⬤ ausgezeichnete Einführung.
Könnte Leser enttäuschen, die nach geradlinigen Erklärungen zu Bergmans Filmen suchen, da er sich mehr auf emotionale Erfahrungen als auf zerebrale Analysen konzentriert.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Obwohl Ingmar Bergman (1918-2007) einen unbestrittenen Platz im Pantheon der großen Filmemacher einnimmt, ruft die Erwähnung seines Namens zu Unrecht Bilder von monolithischer Düsternis und Verzweiflung hervor. Alle seine Filme, einschließlich seiner Komödien, befassen sich ernsthaft mit Glauben, Moral und Sterblichkeit, aber Publikum und Kritiker vernachlässigen allzu oft den außergewöhnlichen Witz und die Vitalität, die in Wilde Erdbeeren, Szenen einer Ehe, Fanny und Alexander und vielen anderen zu finden sind.
In Ingmar Bergman: Interviews spricht der Regisseur über verschiedene Phasen seiner Karriere und die vielen Facetten seines Werks. Der Mann und seine Filme erweisen sich als witzig, lebensfroh und überraschend, aber auch als nachdenklich, komplex und tiefgründig.
In Interviews mit wichtigen Schriftstellern, Kritikern und Filmemachern, darunter James Baldwin, Michiko Kakutani, John Simon und Vilgot Sj man, beschreibt Bergman eine große Vision, die seine Affinität zu Shakespeare, Ibsen und Dostojewski rechtfertigt. Der Band beginnt mit einem Stück aus dem Jahr 1957, als er gerade sein frühes Meisterwerk Das siebte Siegel vollendete, und endet 2002, als er sich auf die Regie von Saraband, seinem letzten Film, vorbereitete.