Bewertung:

Das Buch 'Detained and Deported: Stories of Immigrant Families Under Fire“ von Margaret Regan ist eine fesselnde Erkundung der menschlichen Kosten der aktuellen amerikanischen Einwanderungspolitik. Anhand der Erzählungen von Einwandererfamilien zeigt das Buch die Ungerechtigkeiten und das Leid auf, die durch systematische Inhaftierungen und Abschiebungen verursacht werden, und fordert die Leser auf, eine mitfühlende Einwanderungsreform zu erkennen und sich dafür einzusetzen.
Vorteile:⬤ Informativ und lehrreich in Bezug auf Einwanderungsfragen.
⬤ Enthält persönliche Erzählungen, die den menschlichen Aspekt der Einwanderung beleuchten.
⬤ Gut geschriebener und fesselnder Stil, der die Aufmerksamkeit der Leser fesselt.
⬤ Schärft das Bewusstsein für die Grausamkeiten, denen Einwanderer ohne Papiere ausgesetzt sind.
⬤ Ermutigt zu Mitgefühl und fordert eine Änderung der US-Einwanderungspolitik.
⬤ Einige Leser fanden die Thematik entmutigend und schwer.
⬤ Das Buch könnte starke emotionale Reaktionen hervorrufen und die Leser mit seinen anschaulichen Schilderungen von Ungerechtigkeiten herausfordern.
⬤ Die Fokussierung auf eine Perspektive bietet möglicherweise keine umfassende Sicht auf alle Einwanderungserfahrungen.
(basierend auf 24 Leserbewertungen)
Detained and Deported: Stories of Immigrant Families Under Fire
Ein intimer Blick auf die Menschen, die durch das US-amerikanische Haft- und Abschiebesystem, das größte der Welt, gefangen gehalten werden
An einem strahlenden Morgen in Phoenix öffnete Elena Santiago ihre Tür und fand ihr Haus umringt von einem Trupp Bundesbeamter der Einwanderungsbehörde. Ihre Kinder schrien, als die Beamten ihr Handschellen anlegten und sie wegbrachten. Innerhalb weniger Stunden wurde sie in die raue Grenzstadt Nogales in Sonora abgeschoben, mit nichts als den Kleidern auf dem Leib. Ihre zweijährige Tochter und ihr fünfzehnjähriger Sohn, beide amerikanische Staatsbürger, wurden vom Staat Arizona in Pflegefamilien untergebracht. Das einzige Vergehen der Mutter: Sie lebt ohne Papiere in den Vereinigten Staaten.
Einwanderer wie Elena, die seit Jahren in den Vereinigten Staaten leben, werden in einem noch nie dagewesenen Ausmaß inhaftiert und abgeschoben. Tausende schmachten in Haftanstalten - oft von ihren Familien getrennt - über Monate oder sogar Jahre. Die Abgeschobenen werden in gewalttätige mittelamerikanische Staaten zurückgeschickt oder kurzerhand in gefährlichen mexikanischen Grenzstädten abgesetzt. Trotz der Gefahren der Wüstenüberquerung schlüpfen viele Einwanderer erneut über die Grenze und machen vor nichts Halt, um nach Hause zu ihren Kindern zu gelangen.
Die Journalistin Margaret Regan hat jahrelang im Grenzgebiet zwischen Arizona und Mexiko gearbeitet und erzählt die ergreifenden Geschichten dieser Menschen. Im riesigen Eloy Detention Center, einem gewinnorientierten Privatgefängnis in Arizona, trifft sie die Inhaftierte Yolanda Fontes, eine von ihren drei kleinen Kindern getrennte Mutter. In einer Suppenküche in Nogales quält sich der abgeschobene Gustavo Sanchez, ein junger Vater, der seit seinem achten Lebensjahr in Phoenix lebt, mit den Risiken der Rückreise.
Regan zeigt, wie die zunehmend drakonische Inhaftierungs- und Abschiebungspolitik die polizeilichen Befugnisse ausgeweitet hat, während sie gleichzeitig eine private Gefängnisindustrie bereichert, deren Profite aus menschlichem Leid resultieren. Sie dokumentiert auch den Aufstieg des Widerstands, indem sie Aktivisten und junge Einwanderer, die "Dreamers", porträtiert, die für die Rechte der Menschen ohne Papiere kämpfen.
Fesselnd und herzzerreißend bietet Detained and Deported einen seltenen Einblick in das Leben von Menschen, die in Amerikas Einwanderungsschleppnetz gefangen sind.