
Innovation Paradox: Developing-Country Capabilities and the Unrealized Promise of Technological Catch-Up
Seit Schumpeter argumentieren Wirtschaftswissenschaftler, dass durch Investitionen in Innovation und technologischen Aufholprozess enorme Produktivitätssteigerungen erzielt werden können. Wie dieser Band zeigt, investieren die Unternehmen und Regierungen der Entwicklungsländer jedoch nur wenig, um dieses Potenzial auszuschöpfen, das die internationalen Hilfsströme in den Schatten stellt.
Unter Verwendung neuer Daten und origineller Analysen decken die Autoren den Schlüssel zu diesem Innovationsparadoxon auf, nämlich den Mangel an komplementären Sach- und Humankapitalfaktoren, insbesondere an Managementfähigkeiten der Unternehmen, die erforderlich sind, um die Erträge aus Innovationsinvestitionen zu erzielen. Daher müssen die Länder ihre Politik neu ausrichten, weg von F&E-zentrierten Initiativen - die in Ermangelung erfahrener Partner aus dem Privatsektor wahrscheinlich scheitern - hin zum Aufbau von Unternehmensfähigkeiten, und ein erweitertes Konzept des nationalen Innovationssystems annehmen, das ein breiteres Spektrum von Markt- und Systemfehlern einbezieht.
Die Autoren bieten eine Anleitung, wie das daraus resultierende innovationspolitische Dilemma zu bewältigen ist: Während die Notwendigkeit, diese zusätzlichen Mängel zu beheben, mit der Entfernung von der Grenze zunimmt, werden die Fähigkeiten der Regierung, den Policy-Mix zu formulieren und umzusetzen, schwächer. Dieses Buch ist der erste Band des Produktivitätsprojekts der Weltbank, das den politischen Entscheidungsträgern weltweit die neuesten Erkenntnisse über die Messung und die Bestimmungsfaktoren der Produktivität vermitteln soll.