
Insect and Hydroponic Farming in Africa
Interessanterweise könnten uralte menschliche Praktiken eine gewisse Entlastung von den heutigen Problemen bringen. Während die derzeitigen Modelle der Agrar- und Lebensmittelproduktion auf reichlich Wasser, Energie und Ackerland angewiesen sind und neben dem Verlust von Wäldern und Artenvielfalt auch erhebliche Treibhausgasemissionen verursachen, weisen frühere Praktiken auf kostengünstigere und nachhaltigere Wege hin.
Verschiedene Formen der Insektenzucht und des erdelosen Pflanzenanbaus oder der Hydrokultur gibt es schon seit Jahrhunderten. In diesem Bericht legen die Autoren überzeugend dar, dass die Pionierlandwirtschaft, insbesondere die Insekten- und die Hydrokultur, die konventionelle Landwirtschaft ergänzen kann. Beide Technologien verwerten die landwirtschaftlichen und organischen Industrieabfälle der Gesellschaft, um nahrhafte Nahrungs- und Futtermittel zu produzieren, ohne die Land- und Wasserressourcen des Planeten weiter zu erschöpfen, und wandeln so die verschwenderische lineare Lebensmittelwirtschaft der Welt in eine nachhaltige, kreislauforientierte Lebensmittelwirtschaft um.
Wie der Bericht zeigt, können Insekten- und Hydrokulturen Arbeitsplätze schaffen, den Lebensunterhalt diversifizieren, die Ernährung verbessern und viele andere Vorteile in afrikanischen und fragilen, konfliktbetroffenen Ländern bieten. Zusammen mit anderen Investitionen in eine klimafreundliche Landwirtschaft, wie z.
B. Bäume auf Bauernhöfen, alternierende Befeuchtungs- und Trocknungssysteme für Reis, konservierende Landwirtschaft und nachhaltige Viehzucht, sind diese Technologien Teil einer vielversprechenden Palette von Lösungen, die den Ländern helfen können, ihre Land-, Lebensmittel-, Wasser- und Agrarsysteme in Richtung größerer Nachhaltigkeit und geringerer Emissionen zu entwickeln.
Dies ist eine wichtige Überlegung, wenn die Weltbank ihr Engagement zur Unterstützung der Klimaaktionspläne der Länder erneuert. Dieses Buch ist der erste Versuch der Bank, Insekten und hydroponische Landwirtschaft als mögliche Lösungen für die weltweite Klima- und Nahrungsmittelkrise zu betrachten und könnte ein neues Kapitel in den sich entwickelnden Bemühungen der Bank darstellen, zur Ernährung und Erhaltung des Planeten beizutragen.