
Inter duas potestates: The Religious Policy of Theoderic the Great
Dieses Buch behandelt die Jahre der politischen Tätigkeit Theoderichs des Großen, die mit dem Beginn einer neuen Epoche zusammenfielen und von den Merkmalen zweier unterschiedlicher Zivilisationen geprägt waren.
Aus politischer und kultureller Sicht stand er an der Grenze zwischen der römischen Tradition und seiner germanischen Herkunft. Aus religiöser Sicht befand er sich, als er auf Geheiß des Kaisers in Italien an die Macht kam, inmitten des Konflikts, in dem sich Rom und Konstantinopel zu dieser Zeit befanden.
Es handelte sich um das so genannte Akazienschisma, bei dem es um die Anerkennung des Konzils von Chalcedon (451) mit seiner Lehre von den zwei Naturen Christi sowie um die Anerkennung Konstantinopels als Hauptsitz der Kirche im Osten ging. Ein weiteres kirchliches - und streng römisches - Problem, das im Liber Pontificalis erwähnt wird, ist das Laurentianische Schisma, benannt nach Laurentius, der am selben Tag wie Symmachus zum Papst gewählt wurde.