
Intimate Frontiers: A Literary Geography of the Amazon
Intimate Frontiers: A Literary Geography of the Amazon analysiert die Art und Weise, wie der Amazonas in der kulturellen Produktion des 20. Jahrhunderts dargestellt wurde.
Mit Beiträgen von Wissenschaftlern, die in Lateinamerika, den USA und Europa arbeiten, liest sich Intimate Frontiers gegen die gängigen Vorstellungen über die Region - ihre Gigantomanie, ihren Reichtum, ihre Außergewöhnlichkeit u.a. - und nähert sich diesen eher von alltäglichen, intimeren Erfahrungen her.
Der multinationale, pluriethnische Textkorpus, der hier kritisch untersucht wird, erforscht ein breites Spektrum kultureller Artefakte, darunter Reiseberichte, Tagebücher und Romane über den Genozid durch den Kautschukboom sowie mündliche Erzählungen von Indigenen, Dokumentarfilme und Fotografien über die Region. Die verschiedenen Stimmen, die in diesem Buch versammelt sind, zeigen, dass der Reichtum des Amazonasgebiets nicht in seinen natürlichen Ressourcen oder den Möglichkeiten der wirtschaftlichen Ausbeutung liegt, sondern im Reichtum seiner Geschichten in Form von Liedern, mündlichen Überlieferungen, Bildern, materieller Kultur und Texten.