Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
Investing in Disaster Risk Reduction for Resilience: Design, Methods and Knowledge in the Face of Climate Change
Die Verhütung von Katastrophen und die Abschwächung der Auswirkungen des Klimawandels erfordern ein globales Vorgehen. Es bedarf gemeinsamer Anstrengungen von Ländern, Wirtschaftssektoren sowie öffentlichen und privaten Akteuren.
Es überrascht nicht, dass internationale Organisationen, wie die Organisationen der Vereinten Nationen, politische Rahmenwerke vorschlagen, die auf weltweiten Einfluss abzielen. Das Sendai-Rahmenwerk 2015-2030 soll einen Konsens über die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Verringerung des Katastrophenrisikos und zur Klimaanpassung schaffen. Ein wichtiges Ziel ist die Förderung von Investitionen in Risikominderung und Widerstandsfähigkeit.
Doch wie nützlich ist dieser politische Rahmen? Was sagt er aus, und was wird übersehen? Wie kann er in gefährdeten Gemeinschaften, an historischen Stätten und an anderen sensiblen, von Katastrophen betroffenen Orten umgesetzt werden? In diesem Buch untersuchen prominente Wissenschaftler und Praktiker die Erfolge und Misserfolge des Sendai-Rahmenwerks.
Ihre Fallstudien zeigen, dass das Rahmenwerk trotz seiner guten Absichten nur sehr wenig erreicht hat. Der Hauptgrund dafür ist, dass er zwar ein politisches Engagement vermeidet, es aber versäumt, sich mit den Ursachen von Katastrophen zu befassen und den schwierigen Weg einer wirksamen Umsetzung zu weisen.
Die Autoren werfen einen neuen Blick auf die internationale Politik und Gestaltungspraxis, indem sie disziplinübergreifende Forschungsansätze sowie Ideen und Methoden für einkommensschwache Gemeinden, Städte und Kulturerbestätten in Portugal, Haiti, den Vereinigten Staaten, den Philippinen, Neuseeland, Sri Lanka, Nigeria und anderen Ländern aufzeigen. Globales Handeln erfordert die Zusammenarbeit zwischen heterogenen Akteuren, aber auch die Anerkennung von Ungleichheiten, Machtungleichgewichten sowie sozialen und ökologischen Ungerechtigkeiten.