Bewertung:

Das Buch bietet einen detaillierten und gut recherchierten Überblick über den Iran-Contra-Skandal und beleuchtet dessen Komplexität und Folgen. Die Leser schätzen die klare Sprache und die sachliche Grundlage des Buches, auch wenn einige es als etwas repetitiv empfinden und sich mit den zahlreichen Namen schwer tun. Insgesamt wird das Buch als entscheidender Beitrag zum Verständnis dieser bedeutenden Periode der amerikanischen politischen Geschichte angesehen.
Vorteile:Gut recherchiert und detailliert, klar geschrieben, aufschlussreiche Analyse der politischen Ereignisse, wertvolle historische Perspektive, fesselnde Erzählung, hebt Fragen der Rechenschaftspflicht in der Regierung hervor und berichtet maßgeblich über den Iran-Contra-Skandal.
Nachteile:Kann sich stellenweise wiederholen, eine große Anzahl von Namen kann ohne eine dramatis personæ verwirrend sein, und einige Leser wünschten sich eine eher romanartige Erzählung.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Iran-Contra: Reagan's Scandal and the Unchecked Abuse of Presidential Power
Wahl eines herausragenden akademischen Titels
Alles begann sich am 5. Oktober 1986 zu entwirren, als ein nicaraguanischer Soldat ein amerikanisches Flugzeug mit Waffen für die "Contra"-Guerilla zum Absturz brachte und damit ein streng geheimes US-Programm aufdeckte. Einen Monat später wurde bekannt, dass Washington im Gegenzug für die Befreiung von Geiseln in Beirut heimlich Waffen an den Iran (unseren Erzfeind und staatlichen Sponsor des Terrorismus) verkauft hatte. Es stellte sich heraus, dass die Gewinne trotz eines ausdrücklichen Verbots durch den Kongress zur Unterstützung der Contras verwendet wurden.
In dem daraufhin entfachten Feuersturm kamen schockierende Details ans Licht, die ein Amtsenthebungsverfahren in Aussicht stellten, und die amerikanische Öffentlichkeit wurde mit einem ebenso folgenschweren wie verwirrenden Skandal konfrontiert. Im Zentrum des Skandals stand Präsident Ronald Reagan, der mit Fragen über illegale Kriege, den Umgang mit Terroristen und den Missbrauch der präsidialen Macht konfrontiert wurde.
Doch trotz der enormen Tragweite der Probleme geriet die Affäre aufgrund der übertriebenen Medienpräsenz, des jahrelangen juristischen Gerangels und einer energischen Kampagne zur Verhinderung eines weiteren Watergate aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit. Infolgedessen konnten viele Amerikaner die volle Bedeutung des Skandals nicht erfassen.
Unter erschöpfender Verwendung freigegebener Dokumente, bisher nicht verfügbaren Untersuchungsmaterials und umfangreicher Interviews greift Malcolm Byrne diese weitgehend vergessene und falsch dargestellte Episode wieder auf. Er ordnet die Ereignisse in den historischen und politischen Kontext ein (insbesondere den Kalten Krieg und eine scharfe parteipolitische Spaltung), untersucht, was die Affäre möglich machte, und schildert akribisch, wie sie sich entwickelte - einschließlich der Klärung kleinerer Mythen über Kuchen, Schlüssel, Bibeln, Ablenkungsnotizen und Schredderpartys.
Iran-Contra zeigt, dass es sich keineswegs um eine "Junta" gegen den Präsidenten handelte, sondern dass die Affäre ohne das Wissen und die Zustimmung der obersten Ebene der US-Regierung nicht möglich gewesen wäre. Byrne deckt ein unverkennbares Muster zweifelhaften Verhaltens auf - einschließlich eines potenziell illegalen Verhaltens des Präsidenten, des Vizepräsidenten, der Außen- und Verteidigungsminister, des CIA-Direktors und anderer -, das den wahren Kern des Skandals bildete.
Angesichts des Fehlens von Konsequenzen für die Beteiligten wirft der Band kritische Fragen über die Fähigkeit unseres derzeitigen Systems der gegenseitigen Kontrolle auf, den Machtmissbrauch des Präsidenten zu bekämpfen, und über die Möglichkeit ähnlicher Ausbrüche in der Zukunft.