Irgendwo in Deutschland

Bewertung:   (3,9 von 5)

Irgendwo in Deutschland (Stefanie Zweig)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Die Rezensionen zu „Irgendwo in Deutschland“ spiegeln eine Mischung aus Bewunderung und Enttäuschung wider, insbesondere im Vergleich zu seinem Vorgänger „Irgendwo in Afrika“. Die Leser schätzten die Themen der Vertreibung und die Komplexität der Rückkehr zu den eigenen Wurzeln, bemerkten aber auch Probleme mit dem Tempo, der Tiefe der Charaktere und der Qualität der Übersetzung.

Vorteile:

Viele Rezensenten hoben hervor, dass sich das Buch mit Themen wie Vertreibung und den Veränderungen auseinandersetzt, denen der Einzelne ausgesetzt ist, wenn er nach vielen Jahren an einen vertrauten Ort zurückkehrt. Einige lobten das Buch als „großartige Lektüre“ und würdigten das Talent und den lyrischen Schreibstil der Autorin.

Nachteile:

Mehrere Kritiker bemängelten das langsame Tempo des Buches, das Fehlen von fesselnden Charakterstudien und die schlechte Schreibqualität, insbesondere in der englischen Übersetzung. Einige waren der Meinung, dass das Buch dem Original nicht gerecht wird, und bezeichneten es als weitschweifig oder wenig aufschlussreich.

(basierend auf 14 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Somewhere in Germany

Inhalt des Buches:

Irgendwo in Deutschland ist die Fortsetzung des gefeierten Films Nirgendwo in Afrika, der mit dem gleichnamigen Oscar ausgezeichnet wurde. Der Roman schildert die Rückkehr der Familie Redlich nach Deutschland, nachdem sie während des Zweiten Weltkriegs neun Jahre im Exil in Kenia verbracht hatte. In Afrika hatte Walter sich nach seiner Heimat gesehnt und davon geträumt, sein Leben als Anwalt neu aufzubauen, doch schließlich müssen er und seine Familie - Ehefrau Jettel, Tochter Regina und Baby Max - feststellen, dass Deutschland ihnen 1947 so exotisch und abweisend erscheint wie Kenia 1938. Hunger und Verzweiflung sind im zerbombten Frankfurt allgegenwärtig, und die jüdische Familie - vor allem Regina, die Afrika am meisten vermisst - hat es schwer, sich an ihre neuen Lebensumstände anzupassen. Doch langsam gewöhnt sich die Familie an ihr neues Zuhause inmitten der Trümmer.

In Frankfurt reift Regina zur Frau heran, und obwohl ihre Eltern wollen, dass sie einen aufrechten jüdischen Mann heiratet, entwickelt sich ihr Liebesleben auf seine ganz eigene Weise. Sie entwickelt eine Leidenschaft für Kunst und Journalismus und beginnt ihre berufliche Laufbahn bei einer Frankfurter Zeitung. Walter hat endlich beruflichen Erfolg als Anwalt, kann sich aber nie ganz an das Leben in Frankfurt gewöhnen und erinnert sich mit Wehmut an seine Kindheit in Oberschlesien und seine Jahre in Afrika. Nur sein Sohn Max findet wirklich, was Walter sich erhofft hatte: eine neue Heimat in Deutschland.

Obwohl die Redlichs von Fremden freundlich aufgenommen werden, erfahren sie auch, dass im postnazistischen Deutschland immer noch Antisemitismus herrscht. Mit einem eigenen Haus, einem Gebrauchtwagen und der Entdeckung des Fernsehens nehmen sie am westdeutschen "Wirtschaftswunder" teil, doch die Entdeckung des Holocausts durch den jungen Max weckt lange verschüttete Erinnerungen. Dieser Roman ist reich an denkwürdigen Momenten und Figuren und schildert die Realität der deutschen Nachkriegsgesellschaft in lebendigen und offenen Details.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780299210106
Autor:
Verlag:
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2006
Seitenzahl:280

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