
Irigaray and Politics: A Critical Introduction
Luce Irigarays frühe psychoanalytisch orientierte Schriften und ihre jüngeren, explizit politischen Schriften werden in Irigaray und die Politik auf fantasievolle Weise mit den ontologischen, politischen und ethischen Dimensionen von Irigarays Philosophie der sexuellen Differenz verwoben.
Laura Roberts argumentiert, dass Irigarays philosophisch-politisches Projekt als eine Kritik an den Konstruktionen der westlichen Moderne und Rationalität gelesen werden muss. Auf diese Weise wird deutlich, wie Irigarays Denken tiefgreifend in zeitgenössische politische Bewegungen und dekoloniales Denken eingreift - Themen, die in der Irigaray-Forschung bisher nicht behandelt wurden.
So kann der Leser erkennen, dass es bei der Frage der sexuellen Differenz in Irigarays Philosophie nicht nur um die Neugestaltung von Politik und politischem Handeln geht, sondern um die grundlegenden Strukturen, die die Existenz selbst bestimmen.