
Ireland, Migration and Return Migration: The Returned Yank in the Cultural Imagination, 1952 to Present
Ausgehend von historischen, literatur- und kulturwissenschaftlichen Perspektiven untersucht dieses Buch das Phänomen des „heimgekehrten Yankees“ in der kulturellen Vorstellungswelt und nimmt dabei die am ausführlichsten diskutierte Erzählung über den heimgekehrten Yankee, The Quiet Man (Regie: John Ford, 1952), zum Ausgangspunkt. Diese Studie argumentiert, dass die Rolle des „Returned Yank“ in der irischen kulturellen Vorstellungswelt weitaus vielfältiger und komplexer ist, als es diese vereinfachende Konstruktion zulässt.
Jahrhundert hindurch und bis ins einundzwanzigste Jahrhundert hinein wurde er/sie in Rundfunk und Printmedien breit diskutiert und in Theaterstücken, Romanen, Kurzgeschichten und Filmen dargestellt. Die imaginäre Figur des zurückgekehrten Yankees war die treibende Kraft hinter einigen der bekanntesten touristischen Unternehmungen und Festivals in Irland.
In Form von Besuchen des US-Präsidenten war er wiederholt der Katalysator für Fragen zur irischen Identität. Vor allem aber wurde er als Schiedsrichter in einer der wichtigsten Debatten nach der Unabhängigkeit Irlands mobilisiert: Soll Irland eine „traditionelle“ Gesellschaft bleiben oder soll es sich modernisieren? Sein/ihr wiederholtes Auftauchen in der irischen Literatur und Kultur nach 1952 - in bemerkenswert heterogener, oft sehr anspruchsvoller Weise - widerlegt Behauptungen über die „ästhetische Vorsicht“ irischer Schriftsteller, Dramatiker und Filmemacher, die auf die Tradition/Modernität-Debatte reagieren.