Bewertung:

Das Buch handelt von Anna Levay, einer ruhigen Witwe und Lehrerin in einem korrupten Dorf, die unerwartet zu einer Heiligen mit wundersamen Fähigkeiten wird. Einige Leser sind jedoch der Meinung, dass sich die Prämisse der Geschichte wiederholt und besser als Kurzgeschichte geeignet gewesen wäre. Die Leserinnen und Leser schätzen die Erkundung des Lebens in einem postkommunistischen Land und das gewöhnliche Leben der Figur, das mit außergewöhnlichen Ereignissen kontrastiert wird.
Vorteile:Das Buch fängt die Atmosphäre des Lebens in einem postkommunistischen Land gut ein. Die Protagonistin Anna ist glaubwürdig und sympathisch und übt eine sanfte Kritik an der Korruption der Gesellschaft. Die Prämisse ist einzigartig und interessant, mit einer Mischung aus skurrilem, magischem Realismus.
Nachteile:Die Handlung könnte mit der Zeit eintönig werden, so dass manche Leser glauben, sie wäre besser als Kurzgeschichte geeignet. Das Tempo ist langsam und detailliert, was nicht allen Lesern zusagen dürfte, vor allem nicht denen, die mehr Action bevorzugen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
To Err Is Divine
Der 1998 erstmals auf Ungarisch erschienene Roman ist ein atemberaubendes Porträt einer Welt, die im Streben nach Reichtum zur Verderbtheit neigt. Mit To Err Is Divine hat die ungarische Schriftstellerin Agota Bozai eine scharfsinnige Reflexion über die überwältigenden Exzesse der menschlichen Gier verfasst.
Anna Levay, eine Witwe und Gymnasiallehrerin in einem kleinen Kurort am Plattensee, steht kurz vor der Pensionierung. Eines Abends, nach ihrem Bad, entdeckt Anna ein seltsames Licht, das um ihren Kopf schwebt. Es ist ein Heiligenschein, wie der eines Heiligen.
Anna ist kein besonders guter Mensch und in Wirklichkeit Atheistin. Sie versucht, ihren Heiligenschein zu verbergen, stellt aber fest, dass nur die wirklich Unschuldigen, kleine Kinder und Tiere, ihn sehen können.
Doch die gleichzeitige Fähigkeit, zu heilen und Wunder zu bewirken, ist für ein weniger exklusives Publikum sichtbar, und als der gierige Bürgermeister und der Arzt der Stadt Annas neue Gaben entdecken, machen sie sich daran, sie zu ihrem Vorteil zu nutzen. Sie bauen ein luxuriöses Kurhaus und machen sich die Taschen voll.
In elf Kapiteln, die wie Überwachungsberichte aus dem Himmel geschrieben sind, werden die Ereignisse rund um den (wie sich herausstellt) fälschlicherweise verliehenen Heiligenschein in dieser reichlich ironischen Geschichte erzählt.