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Ishmael Mask
Gedichte, die sich mit der Instabilität der Identität durch fiktive und religiöse Figuren auseinandersetzen.
In Ishmael Mask erinnert uns Charles Kell daran, dass Identität prekär ist. Kells Sammlung ist eine Collage der Reisen und des Innenlebens verschiedener Wanderer - von Ismael, dem Sohn von Hagar, bis zu Melvilles Ismael, und von Pierre aus Die Zweideutigkeiten bis zu Pierre Guyotat. Jedes Gedicht entblößt die Maske und lädt uns ein, die Menschheit in ihrer nackten Form zu sehen. Das Bein von Kapitän Ahab, der Arm von Ishmael und der abgetrennte Kopf von Pierre laden dazu ein, über Hunger und Hoffnung nachzudenken. Die Inspirationen, die diesen Gedichten zugrunde liegen - die Bibel, Heraklit, Melville, Guyotat, Tomaz Salamun - werden von Kell transformiert und zaubern Traumlandschaften, die sowohl schillernd als auch eindringlich sind.
Ishmael Mask gewährt auf meisterhafte Weise einen Einblick in die menschliche Erfahrung, sich verloren zu fühlen - selbst dann, wenn wir zu Hause sind, sogar in unserem eigenen Körper.