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Islam as Critique: Sayyid Ahmad Khan and the Challenge of Modernity
Was würde es bedeuten, sich den Islam als eine immanente Kritik des Westens vorzustellen?
Sayyid Ahmad Khan lebte in einer Zeit großer Bedrängnis für das muslimische Indien unter britischer Herrschaft. Durch die Untersuchung von Khans Werk als kritischer Ausdruck der Moderne, der in der muslimischen Erfahrung mit dieser verwurzelt ist, argumentiert Islam as Critique, dass Khan für das Verständnis der Problematik des modernen Islam und seiner Beziehung zum Westen von wesentlicher Bedeutung ist.
Das Buch stellt den Islam als Interpretationsstrategie für die Untersuchung der modernen Situation und als engagierte Alternative zum westlichen Mainstream-Denken neu vor. Anhand des Lebens und Werks des indischen muslimischen Universalgelehrten Khan (1817-1898) aus dem 19. Jahrhundert werden Muslime als brauchbare Ressource für kritische Interventionen in wichtige ethische Debatten unserer Zeit und als legitime Teilnehmer an humanistischen Diskursen, die eine gerechte Weltordnung untermauern, identifiziert.
Islam als Kritik verortet Khan innerhalb einer breiteren Strömung des modernen islamischen Denkens, die weder eine Ablehnung des Westens noch eine pauschale Akzeptanz desselben darstellt. Der Autor nennt dies "Kritischer Islam+". Indem er Khans kritische Auseinandersetzung mit der Moderne mit ähnlichen kritischen Analysen der Moderne von Reinhold Niebuhr, Hannah Arendt und Alasdair MacIntyre ins Gespräch bringt, zeigt der Autor, wie der Islam als Kritik gelesen werden kann.